Vorschläge für Regeländerungen bei der PDC

  • Hier habt ihr die Möglichkeit, Änderungsvorschläge im Zusammenhang mit der PDC anzubringen. Das kann ganz allgemeine Sachen betreffen, aber auch einzelne Turniere.


    Erster Vorschlag:

    Ich fände es super, wenn die Order of Merit jegliches Preisgeld darstellen würde, welches in den letzten zwei Jahren bei Rankingturnieren eingespielt wurde. Das bedeutet, dass auch das Preisgeld aller Spieler drin bleibt, die keine Tourcard haben.

    Nach dem aktuellen System ist es nahezu unmöglich, sich ohne Tourcard in die Top 64 zu spielen. Tatsächlich hat Wesley Plaisier in diesem Jahr sogar die Chance, aber er zählte auf dem Floor eben auch zur Weltklasse. Und trotzdem kann es gut sein, dass es nicht reicht, denn entweder muss er zwei Spiele bei der WM gewinnen oder einen kleinen Run bei den Players Championship Finals starten. Auch ein Scutt und sogar ein Kist haben in meinen Augen dieses Jahr ausreichend performt, um die Chance haben zu dürfen, sich im zweiten Jahr unter die Top 64 spielen zu können. Aber in der Realität ist es ja zurzeit nicht möglich, da alles auf Null gesetzt wird.

    Wenn jemand konstant als Nachrücker auf dem Floor Leistung bringt, dann ist das doch ein viel besserer Indikator, dass er auf die Tour gehört als wenn jemand sich über die Q-School qualifiziert.

    Hinzu käme, dass bei meinem Vorschlag Spieler, die sich im nächsten Jahr die Tourcard holen, dann schon ein verdientes Polster hätten, um sich für Major-Turniere zu qualifizieren. Wenn Plaisier oder Scutt nicht unter die Top 64 dieses Jahr kommen sollten, sich aber im Januar die Tourcard holen würden, dann fangen sie ja wieder bei Null an. Bei Beibehaltung des Preisgeldes hätten sie aber realistische Chancen, die Teilnahme beim World Matchplay in Angriff zu nehmen. Und hätten es in meinen Augen auch absolut verdient, da sie ja in dem entsprechenden Zeitraum geliefert haben.

    Wie seht ihr das Ganze?

    Meine 3 Lieblingsspieler: Flo Hempel, Gary Anderson, Niko Springer 1.D2.D3.D

    Erweiterter Kreis: Schindi, Domi, Barney, Humphries, Noppert, Gezzy, Hopp

    Edited once, last by Flying Koelsche Jung: Allgemeine Einführung für den Thread (November 20, 2024 at 10:39 AM).

  • Ich fände es super, wenn die Order of Merit jegliches Preisgeld darstellen würde, welches in den letzten zwei Jahren bei Rankingturnieren eingespielt wurde. Das bedeutet, dass auch das Preisgeld aller Spieler drin bleibt, die keine Tourcard haben.

    Nach dem aktuellen System ist es nahezu unmöglich, sich ohne Tourcard in die Top 64 zu spielen. Tatsächlich hat Wesley Plaisier in diesem Jahr sogar die Chance, aber er zählte auf dem Floor eben auch zur Weltklasse. Und trotzdem kann es gut sein, dass es nicht reicht, denn entweder muss er zwei Spiele bei der WM gewinnen oder einen kleinen Run bei den Players Championship Finals starten. Auch ein Scutt und sogar ein Kist haben in meinen Augen dieses Jahr ausreichend performt, um die Chance haben zu dürfen, sich im zweiten Jahr unter die Top 64 spielen zu können. Aber in der Realität ist es ja zurzeit nicht möglich, da alles auf Null gesetzt wird.

    Wenn jemand konstant als Nachrücker auf dem Floor Leistung bringt, dann ist das doch ein viel besserer Indikator, dass er auf die Tour gehört als wenn jemand sich über die Q-School qualifiziert.

    Hinzu käme, dass bei meinem Vorschlag Spieler, die sich im nächsten Jahr die Tourcard holen, dann schon ein verdientes Polster hätten, um sich für Major-Turniere zu qualifizieren. Wenn Plaisier oder Scutt nicht unter die Top 64 dieses Jahr kommen sollten, sich aber im Januar die Tourcard holen würden, dann fangen sie ja wieder bei Null an. Bei Beibehaltung des Preisgeldes hätten sie aber realistische Chancen, die Teilnahme beim World Matchplay in Angriff zu nehmen. Und hätten es in meinen Augen auch absolut verdient, da sie ja in dem entsprechenden Zeitraum geliefert haben.

    Wie seht ihr das Ganze?

    Ich verstehe den Ansatz, damit würde man aber die anderen Qualifikanten schlechter stellen. Vielleicht sollte man allen neuen TCH die Wahl geben: 2-Jahres-TC und bei 0 starten oder 1-Jahres-TC und die Ergebnisse des Vorjahres zählen.

  • Ich verstehe den Ansatz, damit würde man aber die anderen Qualifikanten schlechter stellen. Vielleicht sollte man allen neuen TCH die Wahl geben: 2-Jahres-TC und bei 0 starten oder 1-Jahres-TC und die Ergebnisse des Vorjahres zählen.

    Wurde so ähnlich vor einigen Jahren schon einmal praktiziert. Hier gab es allerdings nur die Wahlmöglichkeit für Spieler, die ihre Tourcard sofort nach Verlust wiedergewonnen haben. Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, war Steve West der Einzige, der die 1-Jahresoption wählte. Die Regel wurde sehr schnell wieder fallen gelassen. Der durchschnittliche Spieler scheint in dieser Hinsicht eher risikoavers.

  • Ausgecount Danke für die Info, hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Das so eine Regelung nur in Ausnahmefällen genutzt werden wird ist eigentlich klar, weil sie nur dann relevant wird wenn der Spieler ohne TC in die Nähe der Top64 kommt. Aber genau um die geht es ja in den aktuellen Beispielen Scutt/Plaisier.

  • Wurde so ähnlich vor einigen Jahren schon einmal praktiziert. Hier gab es allerdings nur die Wahlmöglichkeit für Spieler, die ihre Tourcard sofort nach Verlust wiedergewonnen haben. Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, war Steve West der Einzige, der die 1-Jahresoption wählte. Die Regel wurde sehr schnell wieder fallen gelassen. Der durchschnittliche Spieler scheint in dieser Hinsicht eher risikoavers.

    Regel gefunden. Aus den PDC OOM Regeln von 2015

    Quote

    If a player fails to retain his Tour Card at the end of a year but regains it through the next Q School he may choose to either retain his total prize money as of the end of the previous year and receive a one-year Tour Card or have his total returned to £0 and receive a two-year Tour Card. The player must notify the PDC of his decision in writing within 48 hours of the completion of Q School or he will be deemed to be retaining his total prize money as of the end of the previous year and be awarded a one-year Tour Card.

    Wurde in den 2016er Regeln direkt wieder rausgenommen.

  • Bei der Main OoM ist es eigentlich auch ziemlich egal, aber für die Pro Tour OoM im Matchplay und Grand Prix Race und neuerdings auch in den ET Races bin ich zu 100% dabei. Das Preisgeld fällt zum TC-Race-Stichtag ohnehin wieder raus und die bessere Ausgangsposition sich für Turniere zu qualifizieren haben sie sich vollkommen verdient, denn die Möglichkeit hätten alle anderen ja auch gehabt, es sei denn, sie waren zu jung für Q-School und CT.

  • Bei mir spukt schon seit langer Zeit eine ganz wilde Idee im Kopf herum. Das Masters wird zum neuen Jahr ja revolutioniert und ich fände es genial, wenn die PDC den Mut hätte, den Modus "Masters Out" spielen zu lassen - ganz passend zum Turnier. Ich weiß, das ist absolut unrealistisch und wäre eine bahnbrechende Neuheit, die noch viel mehr als DIDO das Spiel verändert. Aber es wäre auch unfassbar spektakulär und würde wieder für eine Besonderheit des einen Turniers sorgen.

    Fände es so cool, wenn Spieler die 153 bspw. mit 3 x T17 ausmachen. Oder wenn jemand die D9 vergibt, indem er S9 trifft und dann auf T3 geht, etc. Auch mit ner 180 das Leg auszumachen... Mensch, ich glaube das würde so Bock machen ^^ Aber ja, es weicht so weit von allem Bisherigen ab, dass ich nicht glaube, dass es zeitnah zum Thema werden könnte.

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  • Und ich dachte schon, ich wäre der einzige, dem das im Kopf herumspukt. Es wird ja häufig gesagt, dass man mehr Abwechslung in die Turniere bringen soll, aber Master Out habe ich noch nie als Vorschlag gehört, obwohl ich das auch super fände.
    Von PDC-Seite wird ja meistens argumentiert, dass 501 DO leicht zu erklären ist und es alle kennen (im Gegensatz z.B. zum Cricket), aber Master Out finde ich auch nicht viel schwerer zur erklären als Double In.
    Aber das World-Masters hat mit seinem kurzen Set-Format schon sein Alleinstellungsmerkmal und auch eine Historie.

    Wie wäre es denn z.B. mit der European Tour? Oder der Premier League, wenn sie bei dem aktuellen (langweiligen) Modus bleiben?

    Meine Lieblings-26er: T5-D5-S1, T1-T1-S20, S13-S12-S1, D12-S1-S1

  • Ich bin auch schon länger dafür, dass man mindestens 2 Players Championship Turniere pro Saison im Modus Double In / Double Out spielen sollte. Idealerweise vielleicht der Block vor dem World Grand Prix.

    Die vermeintlich längere Dauer des Turniers an sich könnte ja man mit einem BO9 in den ersten beiden Runden etwas abfedern.

    Ich meine sogar, dass man in der Vergangenheit sogar schon für Floor-Turniere unmittelbar vor dem World Grand Prix in Dublin war.

  • Bei Majorturnieren, die mehr als das Finale in der Abendsession haben, sollte eine längere Pause (mindestens 45 Minuten) vor dem Finale stattfinden.

    Begründung: Die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache: Derjenige, der das erste Halbfinale spielt gewinnt erheblich häufiger das Finale. Schauen wir nochmal in die Majorturniere des letzten Jahres: Humphries war im Finale der UK-Open sichtlich müde gegen van den Bergh. Am eindrücklichsten war es aber bei Wattimena bei der EM, da war völlig die Luft raus. Auch Humphries bei der PL und Michael Smith bei der World Series waren unterlegen. Gleiches galt für van Gerwen gegenüber Bunting im Masters.

    Ich kann verstehen, dass man es auf der European Tour zeitlich nicht anders hinbekommt, weil dort sogar noch die Viertelfinals ausgetragen werden müssen. Aber Majorturniere sind so bedeutend und da darf es nicht ein derart einschneidendes Kriterium geben. Die Players Championship Finals haben es letztes Jahr und auch davor in der Vergangenheit schon gezeigt: Die längere Pause dank dem Youth-Finale sorgt wieder für mehr Fairness. Natürlich wäre eine Pause in der nichts passiert, schwierig für Fernsehübertragungen oder für die Zuschauer in der Halle, aber an erster Stelle sollte der Sport und faire Bedingungen stehen. Daher ist es in meinen Augen wichtig, hier eine Veränderung zu schaffen.

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  • Bei Majorturnieren, die mehr als das Finale in der Abendsession haben, sollte eine längere Pause (mindestens 45 Minuten) vor dem Finale stattfinden

    Zustimmung. Aber ich würde noch weiter gehen: Kein Major sollte Halbfinale und Finale in einer Session spielen.

    Dass das zeitlich schwierig bis unmöglich ist, gerade bei denen die an einem Wochenende durchgeprügelt werden, ist klar. Sollte aber meiner Meinung nach langfristig das Ziel sein.

  • Bei Majorturnieren, die mehr als das Finale in der Abendsession haben, sollte eine längere Pause (mindestens 45 Minuten) vor dem Finale stattfinden.

    Dafür ist mir gerade eine Idee für die EDC in den Kopf gegangen:

    Ich würde das Super League Finale in diese Pause zwischen zweitem Halbfinale und Finale stattfinden lassen.

    Dadurch spielen die Deutschen Spieler beim größten Ranking - Majorturnier, das in Deutschland stattfindet, einen Startplatz um die WM aus. Die Super League würde dann am Montag und Dienstag ihre Gruppenphase ausspielen, am Mittwochmittag würden dann die Achtelfinals ausgespielt werden und am Mittwochabend würden dann die Viertelfinals und Halbfinals, alles in einer Distanz first to 7 legs, ausgespielt werden. Die beiden übrig bleibenden Spieler würden dann schon mal garantiert einen Platz in der Final Stage der QSchool bekommen.

    Dann würde ab Donnerstag die EDC stattfinden und am Sonntag in der Pause zwischen Halbfinale und Finale würde dann dieser Startplatz (Distanz: first to 8 legs) ausgespielt werden.

    Das wäre natürlich eine komplett andere Super League und ich weiß auch selber noch nicht so richtig, was ich davon halten sollte, aber mich würde mal wirklich eure Meinung dazu interessieren

  • Großartige Idee! Wäre für die Spieler doch auch was Besonderes, das Finale vor so einer großen Kulisse austragen zu dürfen. Und es wäre auch eine hilfreiche Erfahrung, quasi eine perfekte Einstimmung auf den Ally Pally.

    Elegante Lösung, um bei diesem Turnier das Problem mit den ungleichen Finalchancen aufzuheben :thumbup:

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  • Vielleicht wäre es keine schlechte Idee, das Masters oder die UK Open etwas mehr in Richtung (Spät-)Frühling zu verschieben. Jetzt hat man nach Ende der WM doch recht schnell wieder zwei Ranking-Majors und bis zum Matchplay keines. Dafür lieber die beiden WS-Events etwas mehr in Richtung Ende Januar/Anfang Februar schieben.

  • Man sollte ein nicht nationengebundenes Doppelturnier mit 20 Teams einführen, zur Abwechslung und um durch die Vermarktung Geld reinzuholen.

    Die Top 16 sind als Kapitäne gesetzt, zusätzlich 4 Wildcard-Teams, die sich sofort zu zweit bewerben (eventuell z. T. von Fans bestimmt?) Das heißt aber auch, dass zwei Kapitäne nicht zusammen in ein Team dürfen.

    ABER: sollten 2 Kapitäne in ein Team wollen, dürfen sie es vorschlagen und 2 dieser Vorschläge werden nach Abstimmung / Auslosung / irgendeiner Challenge angenommen. Dann füllt man über die OoM wieder auf, sodass in jedem Team mindestens ein Spot besetzt ist. Man hat also zwei Paarungen innerhalb der Top 16, vier außerhalb und noch 12 offene Kapitäne aus den Top 16 plus zwei nachgerückte (oder man macht gleich 6 Wildcard-Teams draus, wenn man will).

    Dann wählen die x Kapitäne, die noch frei sind, irgendeinen Tourcardholder als Teamkamerad aus. Egal, ob dieser sich in einem Wildcard-Team beworben hat - eventuell könnten bei den Wildcards auch Nicht-Tourcardholder dabei sein. Diesen Auswahlprozess kann man natürlich grandios vermarkten. Jedes Team bekommt einen #Namen, den man hinter einen Hashtag setzen kann. Für Social Media halt. Natürlich auch extra angefertigte Trikots, man muss ja Fanartikel produzieren.

    Das Turnier findet dann in Fünfergruppen statt. Die könnte man auch auf eine ganz interessante Art zusammensetzen. Nach der ersten Gruppenphase gehen die Gruppenersten weiter in einen Pfad, die Gruppenzweiten… bis zu den Gruppenfünften. Dann gibt es für jeden der Pfade Halbfinale und Finale. So spielt jedes Team sechs Spiele und in jedem Spiel ist Spannung drin, da alle Platzierungen ausgespielt werden, es also um Geld geht, und in der Gruppenphase kein Fehler erlaubt ist.

    Die Endtabelle kann man natürlich auch für irgendwas heranziehen. Zum Beispiel könnten die Teamkombinationen, die außerhalb der Top 10 landen, gesperrt werden, sodass man sich dann einen neuen Partner suchen muss oder so. Wäre definitiv etwas, was den Durchschnittszuschauer unterhält und vielleicht auch an etwas unbekanntere Namen heranführt, die dann mit den Top Guns gemeinsam auf der Bühne stehen.

    Edited once, last by ChampagneShot (February 5, 2025 at 1:11 AM).

  • Glaub zu nem Doppelturnier gab es hier in der Vergangenheit schon den einen oder anderen schönen Vorschlag, aber dass die PDC etwas in der Richtung macht dürfte sehr unwahrscheinlich sein...

    Ich wäre wirklich ein erstklassiger Dartspieler der es mit jedem auf der Welt aufnehmen könnte!
    Wenn nur dieses blöde Pfeile schmeißen nich so kompliziert bzw. die Felder nich so furchtbar klein wären...

  • Mit diesem Wissen kann man heute schon die Frage stellen: ob eine Weltrangliste mit Punkten (die anders verteilt sein müssen wie damals) ggf Nachvollziehbarer, sinnhafter sein kann als die heutige Order of Merit nach Preisgeld.

    Ich finde die Diskussion wichtig und richtig: und wie immer bei der PDC...entscheide am Ende eine Firma was sie in der Außendarstellung besser dastehen lässt.

    Und da glaube ich, dass die Gefahr einen Weltmeister aus dem Nichts - für lange sehr weit oben mitzuschleppen (mehr als das der Wert des Turniers hat) ggf schon zum Nachdenken anregt.

    "Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen."
    (Antoine de Saint-Exupéry)

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