• Um mal wieder zum eigentlichen Thema zu kommen, hier mal ein kleiner Ausblick für den World Cup.

    Zu den Favoriten muss man auch in diesem Jahr ganz klar England und Wales zählen. England natürlich mit einem Dreamteam, was an normalen Tagen so gut wie jedes andere Team von der Bühne fegen wird. Ich persönlich denke aber ,dass es in diesem Jahr Wales machen wird.

    Einerseits sind Price und Clayton momentan in einer sehr guten Form aber auch erfahren genug, das Ding am Ende zu wuppen. Ebenso ist die Teamchemie hervorragend.

    Deutschland traue ich persönlich auch einen guten Run zu und ist für mich der kleine Geheimfavorit auf den Titel. Die Gruppe werden sie denke ich schon bestehen und vielleicht bei Losglück auch evtl bis ins Halbfinale marschieren können. Bis auf England und Wales sehe ich sie gegen jeden der Gegner auf Augenhöhe.

    Das Dark Horse für mich wird in diesem Jahr Tschechien sein. Karel Sedlacek hat sich jedes Jahr immer mehr zu einem sehr guten Spieler entwickelt ,der mit fast allen Profis da auch mithalten kann. Für Krivka wird es das Debüt, wo er einerseits von Sedlacek getragen werden kann aber auch andererseits seine Emotionen ähnlich wie bei Price ins Spiel einfließen lassen.

    Ein Team wo ich persönlich vermute, dass dieses beim diesjährigen World Cup enttäuschen wird ist für mich Schottland. Die Hoffnung bleibt natürlich bestehen, dass mich Schottland eines Besseren belehrt aber ich habe da ein komisches Bauchgefühl.

  • Ich glaube dass Norwegen, Schweden und Taiwan (Taipei) weit kommen können, wenn sie ihre Leistungen abrufen können. Das Duo De Graaf/Lukasiak ist ein recht gut eingespieltes Doppelteam, auch Cor Dekker/Kent Jøran Sivertsen kennen sich, und das Taiwan zusammen Weltklassedarts spielen kann, haben wir letztes Jahr gesehen. Das sind neben den Deutschen meine Dark Horses dieses Jahr.


    Und nur nochmal fürs Protokoll: liebe PDC, die Inder hätt' ich nicht gebraucht... gebt mir lieber meine Isländer zurück 🙈🇮🇸 #ÁframÍsland!

  • Ich könnte mir die Filipinos als Dark Horse vorstellen. Auf jeden Fall denke ich das Belgien aus der Gruppe rausfliegt

    Belgien ist bei mir auch so ein Kandidat, bei dem ich mir durchaus vorstellen kann, dass es da zu einer Enttäuschung kommen kann. Eine nicht so einfache Gruppe, der erfahrenere World Cup Spieler der beiden mit einem völligen Fragezeichen aktuell und der andere das erste Mal dabei. Dazu kommt, dass Belgien bei Hybrechts/vdB immer eine gut funktionierende Dynamik im Doppel hatte (auch wenns natürlich menschlich am Ende schwierig war). DeDecker ist überhaupt nicht der Typ, der da Huybrechts 1:1 ersetzen kann.

    Nordirland finde ich noch ein sehr interessantes Team. Rock und Gurney können sich beide gut pushen glaube ich.

    Deutschland sollte durch die Gruppe kommen, danach muss man mal gucken. Ich halte grundsätzlich eine große Bandbreite, von "klappt überhaupt nicht" bis "ergänzt sich super" für möglich bei Schindler/Pietrezcko. Leider ist ersterer gerade nicht in seiner besten Form.

  • Ich könnte mir die Filipinos als Dark Horse vorstellen. Auf jeden Fall denke ich das Belgien aus der Gruppe rausfliegt

    Ist halt die Frage: Dimi ist wirklich fast jedes Jahr in Bestform beim World Cup aufgelaufen. Andererseits muss man auch sagen: So sehr sie sich am Ende gehasst haben, war das Doppel mit Huybrechts eigentlich immer sehr stark und eigentlich für alle Teams gefährlich.

  • So sehr sie sich am Ende gehasst haben, war das Doppel mit Huybrechts eigentlich immer sehr stark und eigentlich für alle Teams gefährlich.

    Ich glaube mittlerweile, die On-und-Off-Stage-Soap-Opera zwischen van den Bergh und Huybrechts war von vorne bis hinten inszeniert. Das gegenseitige Ignorieren vor den Kameras bis hin zur großen Versöhnung kann in dieser Zuspitzung eigentlich nur gestellt gewesen sein. ^^

  • Ich würde mal dagegen halten und denke, dass Belgien durchaus ein Kandidat fürs Finale sein kann. Van den Bergh zeigt auf der großen Bühne eigentlich immer gute Leistung und auch Mike de Decker war zuletzt wieder besser unterwegs.

    Beide Spieler bevorzugen die gleichen Doppel, das ist eine Sache, bei der Humphries und Littler vielleicht doch ein bisschen uneinig sein könnten. Bin gespannt, ob die beiden vorrangig auf D20 oder D16 gehen werden.

  • Alles andere als England (in der Besetzung) wäre natürlich eine Überraschung bezüglich Titel. Selten war ein Team (Einzelspieler eines Teams durchaus) so "über allen getrohnt". Aber ob es deshalb ein Selbstläufer wird? Mal abwarten...

    Der Teamwettbewerb ist zumindest für Littler Neu. Und ja, ich hoffe natürlich das einer aus Deutschland / Schottland / Wales Ihnen ein Bein stellen kann...

    Freu mich auf jeden Fall auf das Turnier. Sollte mein erster Live Besuch beim Dart werden, leider kamen anderweitige Verpflichtungen dazwischen. So visiere ich die EM an oder eben dann nächstes Jahr ^^

  • Ich glaube mittlerweile, die On-und-Off-Stage-Soap-Opera zwischen van den Bergh und Huybrechts war von vorne bis hinten inszeniert. Das gegenseitige Ignorieren vor den Kameras bis hin zur großen Versöhnung kann in dieser Zuspitzung eigentlich nur gestellt gewesen sein. ^^

    Gab es denn eine "große Versöhnung"? Ich denke eher das jeweilige Management der beiden hat ihnen nahe gelegt, dass man den Kindergarten doch zumindest vor der Kamera bitte lassen soll.

    Umso besser, dass diese Farce nun vorbei ist und Belgien wahrscheinlich wieder wirklich als Team funktionieren könnte mit de Decker statt Huybrechts.

    Der Favorit für den Sieg des Turniers dürfte so eindeutig wie selten zuvor sein. England mit der #1 und #2 der OoM und einfach mit den Lukes zwei Spielern, von denen man grundsätzlich immer einen 100+ Average erwarten kann. Das wird für alle anderen Nationen extrem schwer, die beiden zu stoppen.

    Je nach Turnierverlauf würde ich es Wales, Schottland und Nordirland noch am ehesten zutrauen, die Engländer überraschend zu schlagen. Price und Clayton liegt der World Cup einfach und die beiden haben ihre Klasse hier schon mehrfach unter Beweis gestellt. Das "Veteranen-Team" aus Schottland ist dank Wright natürlich eine kleine Wundertüte. Wenn Snakebite nicht gut drauf ist, kann auch schon früh Schluss sein (grade bei Gegnern ala Niederlande, Belgien, Deutschland, etc.), aber ansonsten sind er und Anderson absolut dazu in der Lage weit zu kommen.

    Das neu geformte Team Nordirland finde ich sogar fast am spannendsten, weil die Dynamik Rock - Gurney besser funktionieren könnte als Dolan - Gurney oder Dolan - Rock. Beide können explosive Scores abfeuern, beide können ein Spiel auch mal mit Emotionen "steuern" und beide haben einfach den Willen, um Nordirland die erste Finalteilnahme oder gar den ersten Sieg in dessen World Cup Historie einzubringen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Shadow (11. Juni 2025 um 12:41)

  • Gab es denn eine "große Versöhnung"? Ich denke eher das jeweilige Management der beiden hat ihnen nahe gelegt, dass man den Kindergarten doch zumindest vor der Kamera bitte lassen soll.

    Keine Ahnung, wie es wirklich war. Kam mir nur alles reichlich "unecht" vor. Aber vielleicht war es auch so, wie du es beschreibst.

    Was die Favoritenrolle angeht, steht natürlich England mit Abstand an erster Stelle. Trotzdem bleibe ich dabei, was ich schon mehrmals hier geschrieben habe: Dass die beiden Lukes einzeln funktionieren, ist mittlerweile mehr als klar, aber dass sie als Team und damit in einem völlig anderen Setting funktionieren, müssen sie erst noch beweisen. Das Auswärts-Umfeld ist sicherlich auch nicht ideal für diesen Beweis - ob einem das potenzielle Verhalten des Publikums nun gefällt oder nicht. Zudem sollte man nicht vergessen, dass der Modus von Best of 15 bis zum HF zwar nicht wirklich kurz, aber auch nicht so richtig lang ist. Oft zeigt sich die außergewöhnliche Klasse der beiden Lukes ja auch darin, über längere Distanzen hinten raus nochmal zulegen zu können. Wird spannend zu beobachten sein, wie England ins Turnier reinkommt.

  • Denke auch, dass Team Belgien in diesem Jahr mit die "große Unbekannte" ist.

    Da kann es genauso gut sein, dass die beiden hochveranlagten de Decker und van den Bergh auch aufgrund den eben nicht so idealen Voraussetzungen vor Beginn des Turniers in der Gruppenphase scheitern als das es eben auch sein kann, dass es wieder den inzwischen fast schon typischen "Run" ins Halbfinale oder vielleicht auch gar mal Finale gibt.

    Vieles hängt da auch einfach von Dimi ab. Ist nach dieser längeren Pause aus meiner Sicht halt auch schon durchaus ein teils gewagtes Risiko, was es so mit sich bringt bei seinem "Comeback-Turnier" direkt jenes auszuwählen, wo man für das eigene Land an den Start geht, zumal Mike eben auch debütiert.

    Letztlich sehe ich mit England und Wales auch nur 2 Länder qualitativ besser aufgestellt als Belgien, und das gilt eben auch für viele andere Länder wie die Niederlande oder auch Deutschland, und gerade das macht es aus meiner Sicht eben auch so interessant, wenn mal einer der beiden "großen" Favoriten eben strauchelt und rausgehen sollte, da das Feld dahinter in diesem Format einfach extrem offen und ausgeglichen ist.

    Aber klar gegen das Traumfinale was es mit England-Wales sicherlich für viele inkl. mir wäre, würde ich mich auch nicht sträuben, denn das wäre vermutlich mit das spannendste und zugleich auch hochklassigste bzw. spektakulärste Finale was man sich egtl. wünschen könnte, gerade nachdem die beiden letzten Finals kaum hätten einseitiger sein können.

  • Das wäre in der Tat die beste Lösung und 8 Teams zu finden, die nicht schlechter sind als Bahrain, sollte nicht so schwer sein.

    Naja wenn man eine Gruppenphase hat, ist die Anzahl relativ egal.

    Da hat man ja zig Möglichkeiten. Aber verstehe auch nicht, warum wieder die Topspieler gesetzt sein müssen, wie inzwischen bei nahezu jeden Tour.

  • Vielleicht für diejenigen, die noch nicht so recht einschätzen können, ob und wie Schindler und Pietreczko zusammenpassen, ein ganz nettes Interview von Schindler auf sport.de:

  • Was sagt Zahlenmonster? Wo sind die gesetzten Teams die größten Favoriten und wo eher der Gruppenzweite oder Dritte?

    World-Cup ist nicht so mein Thema, Doppel zählen halt nicht für die Rangliste. Die Zahlen als Entscheidungshilfe finden sich im Spoiler.

    Zahlen habe ich für fast alle Spieler gefunden, lediglich Portugal 2 (7 Partien) war etwas dünn und Spanien 2 musste ich abschätzen. Schon ein wenig traurig wie stark die PDC den Südwesten vernachlässigt, das merkt man schon am Turniergeschehen.

    Yupp, viel Spass. Muss jetzt erstmal weiter :)

    Spoiler anzeigen
    England: Luke Littler & Luke Humphries 3057 3020 3.038,5
    Wales: Jonny Clayton & Gerwyn Price 2967 2927 2.947,0
    Schottland: Gary Anderson & Peter Wright 2966 2819 2.892,5
    Niederlande: Danny Noppert & Gian van Veen 2875 2897 2.886,0
    Nordirland: Josh Rock & Daryl Gurney 2927 2819 2.873,0
    Deutschland: Martin Schindler & Ricardo Pietreczko 2920 2814 2.867,0
    Belgien: Mike De Decker & Dimitri van den Bergh 2873 2760 2.816,5
    Irland: William O'Connor & Keane Barry 2822 2702 2.762,0
    Australien: Damon Heta & Simon Whitlock 2899 2590 2.744,5
    Polen: Krzysztof Ratajski & Radek Szaganski 2824 2660 2.742,0
    Kanada: Matt Campbell & Jim Long 2775 2652 2.713,5
    Tschechien: Karel Sedlacek & Petr Krivka 2814 2522 2.668,0
    Schweden: Jeffrey de Graaf & Oskar Lukasiak 2746 2576 2.661,0
    Philippinen: Lourence Ilagan & Paolo Nebrida 2639 2637 2.638,0
    Österreich: Mensur Suljovic & Rusty-Jake Rodriguez 2734 2540 2.637,0
    Lettland: Madars Razma & Valters Melderis 2748 2511 2.629,5
    Frankreich: Thibault Tricole & Jacques Labre 2738 2500 2.619,0
    Japan: Ryusei Azemoto & Tomoya Goto 2614 2604 2.609,0
    Kroatien: Pero Ljubic & Boris Krcmar 2455 2745 2.600,0
    Neuseeland: Haupai Puha & Mark Cleaver 2691 2501 2.596,0
    Finnland: Marko Kantele & Teemu Harju 2566 2614 2.590,0
    Südafrika: Cameron Carolissen & Devon Petersen 2547 2573 2.560,0
    Schweiz: Stefan Bellmont & Alex Fehlmann 2692 2405 2.548,5
    Litauen: Darius Labanauskas & Mindaugas Barauskas 2695 2388 2.541,5
    Hongkong: Man Lok Leung & Lok Yin Lee 2615 2443 2.529,0
    USA: Danny Lauby & Jules van Dongen 2571 2487 2.529,0
    Singapur: Paul Lim & Phuay Wei Tan 2598 2391 2.494,5
    Spanien: Daniel Zapata Castillo & Ricardo Fernández Carballo 2587 2400 2.493,5
    Norwegen: Cor Dekker & Kent Jøran Sivertsen 2604 2372 2.488,0
    China: Xiao Chen Zong & Lihao Wen 2549 2374 2.461,5
    Portugal: José de Sousa & Bruno Nascimento 2633 2284 2.458,5
    Ungarn: György Jehirszki & Gergely Lakatos 2562 2336 2.449,0
    Italien: Michele Turetta & Massimo Dalla Rosa 2575 2276 2.425,5
    Dänemark: Benjamin Reus & Andreas Hyllgaardhus 2581 2250 2.415,5
    Malaysia: Tengku Shah & Jenn Ming Tan 2421 2335 2.378,0
    Taiwan: Pupo Teng Lieh & An Sheng Lu 2491 2245 2.368,0
    Gibraltar: Craig Galliano & Justin Hewitt 2337 2286 2.311,5
    Argentinien: Jesus Salate & Victor Guillin 2342 2203 2.272,5
    Indien: Nitin Kumar & Mohan Kumar Goel 2480 2056 2.268,0
    Bahrain: Sadiq Dasmal & Hassan Bucheeri 2004 1790 1.897,0

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