Spieler in der Formkrise

  • Bei de Sousa waren das keine vereinzelte Leistungs-Ausreißer, sondern er war mehrere Jahre konstant absolute Spitze, die PC-Average-Ranglisten von 2019 bis 2021 hat er jeweils auf Platz 12, 4 und 3 abgeschlossen. Da war der eine Grand Slam Titel fast noch zu wenig Ertrag, aber was soll da z. B. ein White sagen.

    Formkrise kann man das bei ihm aber wohl auch nicht mehr nennen, denn seitdem und vor allem seit letztem Jahr ist das schon ein langanhaltender schleichender Leistungsabfall.

  • Generell muss man bei der aktuellen Diskussion - ohne das jetzt konkret jemandem vorwerfen zu wollen - das gnadenlose Prinzip hinter den Order of Merits berücksichtigen. Der groteskeste Fall in diesem Zusammenhang ist aktuell Nathan Aspinall: Eigentlich seit Monaten auf einem mehr als aufsteigenden Ast, ja regelrecht fast schon in der Form seines Lebens, und stürzt mal eben zweistellig in der Main-OoM ab, weil dickes Preisgeld aus dem WMP von vor zwei Jahren wegfällt. Auf dem Papier also Formkrise, real allerdings momentan einer der stärksten Spieler der Tour - trotz Erstrundenaus vorgestern.

  • Generell muss man bei der aktuellen Diskussion - ohne das jetzt konkret jemandem vorwerfen zu wollen - das gnadenlose Prinzip hinter den Order of Merits berücksichtigen. Der groteskeste Fall in diesem Zusammenhang ist aktuell Nathan Aspinall: Eigentlich seit Monaten auf einem mehr als aufsteigenden Ast, ja regelrecht fast schon in der Form seines Lebens, und stürzt mal eben zweistellig in der Main-OoM ab, weil dickes Preisgeld aus dem WMP von vor zwei Jahren wegfällt. Auf dem Papier also Formkrise, real allerdings momentan einer der stärksten Spieler der Tour - trotz Erstrundenaus vorgestern.

    Die OoM belohnt letztlich Konstanz. Es ist langfristig betrachtet viel besser, wenn du als Spieler viele mittelgrosse Beträge einspielst, als wenn du 1-2 dicke Preisgelder gewinnst und sonst (fast) nichts. So betrachtet fallen Aspinall nun die eher schwachen Leistungen von Ende 2023 bis Anfang 2025 auf die Füsse.

  • Die OoM belohnt letztlich Konstanz. Es ist langfristig betrachtet viel besser, wenn du als Spieler viele mittelgrosse Beträge einspielst, als wenn du 1-2 dicke Preisgelder gewinnst und sonst (fast) nichts. So betrachtet fallen Aspinall nun die eher schwachen Leistungen von Ende 2023 bis Anfang 2025 auf die Füsse.

    Aber sie fallen in ihm eigentlich kaum auf die Füße. Klar stürzt er ab in der OoM, aber er sollte trotzdem bei jedem Major am Start sein (PCF sind noch sehr wacklig, aber so wie er auf der PT drauf ist und wie viele PCs er ausgelassen hat, bin ich doch sehr überzeugt, dass er sich dafür qualifizieren wird).

    Natürlich ist er für WGP nicht mehr gesetzt, aber auch als gesetzter kann man einen starken Gegner schon früh bekommen. Hat er ja selbst gerade so erlebt.

    Er steht jetzt sogar in einer eher komfortableren Position, weil jetzt eigentlich kein großer Majorrun mehr in seiner OoM drin ist, bis zum WM-VF dieses Jahr. Jetzt kann er mE sogar befreiter aufspielen.

    Er hat im richtigen Moment auf der PT (und damit vor allem auf der ET) die Kurve bekommen. Im Gegensatz zu einem Michael Smith und einem van den Bergh.

  • M. Smith / Lewis / Anderson:

    Enormes Talent trifft auf (Trainings-)Faulheit. In Zeiten, wo das Niveau auf der Profitour immer höher wird, reicht Talent alleine nicht mehr aus für absolute Top-Platzierungen. Anderson hat nach dem Absturz in die 20er-Ränge der OoM wohl erkannt, dass er mehr machen muss um weiterhin mitzuhalten. Lewis hat dies nicht bzw. zu spät begriffen. Bei Smith ist es für mich derzeit noch offen, ob er eher Andersons oder Lewis' Weg gehen wird.

    de Sousa / Clemens

    Das sind keine Formkrisen. Diese Spieler wurden durch vereinzelte Leistungs-Ausreisser in der OoM nach vorne gespült und sind jetzt wieder dort, wo sie vorhin schon waren und wo sie letztlich auch hingehören.

    Bei de Sousa bin ich nicht dabei der war ne zeitlang richtig gut und verdient in der pl etc.

    Smith war ja mal der Schützling von Anderson....mal sehen.

  • Bei de Sousa bin ich nicht dabei der war ne zeitlang richtig gut und verdient in der pl etc.

    Smith war ja mal der Schützling von Anderson....mal sehen.

    Und auch Clemens war nich Top32 wegen 2 oder 3 guter Major-Ergebnisse. Die kamen nämlich erst, nachdem er auf dem Floor zu straucheln anfing!

    Genau dort hat er sich durch mehrere gute Jahre kontinuierlich nach vorne gespielt und hätte durch die Major-Ergebnisse sogar noch weiter klettern können, wenn nich seine Floor-Form so deutlich nachgelassen hätte.

    Ich wäre wirklich ein erstklassiger Dartspieler der es mit jedem auf der Welt aufnehmen könnte!
    Wenn nur dieses blöde Pfeile schmeißen nich so kompliziert bzw. die Felder nich so furchtbar klein wären...

  • Ich würde mal Veenstra in den Raum werfen, denn der spielt seit Mitte/Ende letzten Jahres nicht mehr das, was er in den ersten 18-20 Monaten TC gespielt hat. Bei der letzten WM auch das Auftaktspiel verloren und auch bei den PCs wenige Runs

  • So ein bisschen hab ich das Gefühl dass sich auch Cross hier in eine Formkrise reinspielt die nächsten Monate… dieses Jahr zeigt er nicht immer bzw sogar selten wie gut er Dart spielen kann

    Lidarts: schäimel2010

    113 180er

    1.DPikachu 2.DJoyce 3.DBaetens + alle Deutschen

  • Auch natürlich alles andere als eine Formkrise und 99 % aller anderen Spieler würden sich einen solchen Zustand wünschen, aber: Auch ein Luke Humphries ist für meinen Geschmack nicht mehr der Unantastbare, der er vor allem rund um seinen WM-Titel noch war. Zudem kommt es mir so vor, als wenn er deutlich seltener mehr in den vielzitierten "Tunnel" kommt.

  • M. Smith / Lewis / Anderson:

    Enormes Talent trifft auf (Trainings-)Faulheit. In Zeiten, wo das Niveau auf der Profitour immer höher wird, reicht Talent alleine nicht mehr aus für absolute Top-Platzierungen. Anderson hat nach dem Absturz in die 20er-Ränge der OoM wohl erkannt, dass er mehr machen muss um weiterhin mitzuhalten. Lewis hat dies nicht bzw. zu spät begriffen. Bei Smith ist es für mich derzeit noch offen, ob er eher Andersons oder Lewis' Weg gehen wird.

    Was mich bei Smith etwas skeptisch macht, ist, dass er dieses Jahr bereits 2 ETs abgesagt hat, obwohl er in einer Situation ist, die womöglich seine nächsten Jahre bestimmt. Beim GP ist er aktuell knapp raus, was bedeutet, dass er wieder 40k Pfund verlieren würde. Ich glaube bei ihm einfach, dass er den Ernst der Lage noch nicht so ganz verstanden hat.

    Vorbildlich hat es Gary Anfang 2023 gemacht: Er hat wieder angefangen regelmäßiger PCs zu spielen und hat auch ET Qualifier gespielt, das, was er eigentlich oft vermieden hatte. Dadurch konnte er einiges an Selbstvertrauen tanken. Auch, wenn die Majors(abgesehen von GS 2024) noch nicht so gut waren, wie früher, macht Gary richtig Spaß, vor allem auf der ET(2 Titel) hat er gut performt, wenn er gespielt hat. Dass er nebenbei im Live Ranking wieder auf Platz 11 ist, ist meiner Meinung nach ein Zeichen, was er alles richtig gemacht hat, denn er war glaube ich zwischenzeitlich bis auf Platz 28 der Welt abgerutscht.

    Ich bin mir da bei Michael Smith nicht sicher, welchen Weg er gehen wird, aber so einen Spieler, dessen A-Game so stark war, darf wir eigentlich nicht so abrutschen

  • Ich würde mal Veenstra in den Raum werfen, denn der spielt seit Mitte/Ende letzten Jahres nicht mehr das, was er in den ersten 18-20 Monaten TC gespielt hat. Bei der letzten WM auch das Auftaktspiel verloren und auch bei den PCs wenige Runs

    Seine Motivation ist momentan nicht da. Wenn er seine Karte nicht verliert, würde es mir nicht wundern, wenn er den abgibt. Nur PC spielen, wenig verdienen, kaum Bühne, das wird ihm nicht gefallen. Zurück WDF spielen, wäre für mich keine Überraschung.

  • Seine Motivation ist momentan nicht da. Wenn er seine Karte nicht verliert, würde es mir nicht wundern, wenn er den abgibt. Nur PC spielen, wenig verdienen, kaum Bühne, das wird ihm nicht gefallen. Zurück WDF spielen, wäre für mich keine Überraschung.

    Den Weg zurück zur WDF-Bühne/ Next-Gen/ CT würde ich Kai Gotthardt im übrigen auch raten, also inklusive TC-Abgabe nach diesem Jahr, wenn da in diesem Jahr nichts mehr kommt (Bedeutet, wenn er in den restlichen 5 Monaten nicht wenigstens die Unkosten für die Reisen einspielt). Er steht bei 4.000 Pfund in diesem Jahr an Preisgeld und wir haben Ende Juli! Er hat also kein Geld verdient, sondern nur welches verbrannt, bestimmt so an die 10.000 bis 15.000 € an Kosten für die Reisen. Das kann er auf Dauer nicht durchhalten oder können seine Eltern ihn da soweit sponsern, dass er bei diesem Misserfolg (so hart muss man seine bisherige Saison leider bezeichnen!) sich das noch ein weiteres Jahr leisten kann?

  • Den Weg zurück zur WDF-Bühne/ Next-Gen/ CT würde ich Kai Gotthardt im übrigen auch raten, also inklusive TC-Abgabe nach diesem Jahr, wenn da in diesem Jahr nichts mehr kommt (Bedeutet, wenn er in den restlichen 5 Monaten nicht wenigstens die Unkosten für die Reisen einspielt). Er steht bei 4.000 Pfund in diesem Jahr an Preisgeld und wir haben Ende Juli! Er hat also kein Geld verdient, sondern nur welches verbrannt, bestimmt so an die 10.000 bis 15.000 € an Kosten für die Reisen. Das kann er auf Dauer nicht durchhalten oder können seine Eltern ihn da soweit sponsern, dass er bei diesem Misserfolg (so hart muss man seine bisherige Saison leider bezeichnen!) sich das noch ein weiteres Jahr leisten kann?

    Finaziell ist das für mich, mit Verlaub, eine völlig blödsinnige Rechnung. Auch für die Teilnahme an WDF/CT/Next-Gen hätte er Reisekosten zu stemmen, vllt. was die Next-Gen angeht ein bisschen weniger, aber nicht wirklich viel. Das Preisgeld dagegen ist wesentlich geringer. Für einen Turniersieg bei der CT gibt es so viel wie bei 3 Siegen am Floor, WDF Turniere liegen da ähnlich oder noch drunter. Und Gotthardt hat da selbst in besserer Form keinen Automatismus in Richtung Turniersiege (anders als eine Beau Greaves bei der WS).

    Wenn ihm die Kosten zu hoch sind, dann sollte er halt einfach nur PCs in Deutschland spielen um Reisekosten zu senken, die Möglichkeit des HNQ für ET Turniere nutzen und eventuell für einige WDF-Events eine Sondergenehmigung bei de PDC beantragen. Warum sollte man seine Startberechtigung für die verhältnismäßig lukrativen Pcs (jetzt im Vergleich zu so ziemlich allem anderen was außerhalb der PDC geboten ist) einfach abschenken. Man kann immer mal ein Paar Spiele gewinnen und zack hat man ein paar Tausend Pfund im Geldbeutel und auf der Rangliste. Gotthardt ist jetzt auch nicht in einem Alter, in dem davon sprechen kann, dass die TC zu früh kam und er sich erst auf andere Dinge konzentrieren muss, im Vergleich zu einem Krohne oder vllt auch einem Rupprecht. Gotthardt hat ja letztes Jahr stark auf die TC hingearbeitet.

    Wenn er natürlich insgesamt einen Schritt weg vom Darts machen möchte, wegen privatem Kram oder der Psyche, dann schaut das anders aus. Aber PT gegen CT/WDF/Next-Gen zu tauschen ist mE nach kein sinnvoller Weg.

    Einmal editiert, zuletzt von xoomxoom (24. Juli 2025 um 10:59)

  • Den Weg zurück zur WDF-Bühne/ Next-Gen/ CT würde ich Kai Gotthardt im übrigen auch raten, also inklusive TC-Abgabe nach diesem Jahr, wenn da in diesem Jahr nichts mehr kommt (Bedeutet, wenn er in den restlichen 5 Monaten nicht wenigstens die Unkosten für die Reisen einspielt). Er steht bei 4.000 Pfund in diesem Jahr an Preisgeld und wir haben Ende Juli! Er hat also kein Geld verdient, sondern nur welches verbrannt, bestimmt so an die 10.000 bis 15.000 € an Kosten für die Reisen. Das kann er auf Dauer nicht durchhalten oder können seine Eltern ihn da soweit sponsern, dass er bei diesem Misserfolg (so hart muss man seine bisherige Saison leider bezeichnen!) sich das noch ein weiteres Jahr leisten kann?

    Glaube ich kaum das Kai diesen Weg gehen würde, zudem hat er dann ja noch immer ein komplettes Tourcardjahr vor sich wo er sich dann mit weniger Druck evtl. einen WM-Platz erspielen kann zudem ist er dann auch wieder für die Final Stage der Q-School gesetzt falls er die Karte verliert.

  • Den Weg zurück zur WDF-Bühne/ Next-Gen/ CT würde ich Kai Gotthardt im übrigen auch raten, also inklusive TC-Abgabe nach diesem Jahr, wenn da in diesem Jahr nichts mehr kommt (Bedeutet, wenn er in den restlichen 5 Monaten nicht wenigstens die Unkosten für die Reisen einspielt). Er steht bei 4.000 Pfund in diesem Jahr an Preisgeld und wir haben Ende Juli! Er hat also kein Geld verdient, sondern nur welches verbrannt, bestimmt so an die 10.000 bis 15.000 € an Kosten für die Reisen. Das kann er auf Dauer nicht durchhalten oder können seine Eltern ihn da soweit sponsern, dass er bei diesem Misserfolg (so hart muss man seine bisherige Saison leider bezeichnen!) sich das noch ein weiteres Jahr leisten kann?

    ich kann mich nich genau dran erinnern. Aber Ricardo stand doch nach seinem ersten halben Jahr auch kaum besser da, oder?

  • Also bei Dimi würde mich langsam aber sicher nicht mal mehr ein kompletter Absturz á la JdZ wundern.

    Ich meine wo soll es denn her kommen, dass er aufeinmal wieder anfängt auf dem Floor entsprechend und konstant zu performen, worauf er ja jetzt angewiesen ist. Seine letzten Leistungen geben einem da wenig Hoffnung, denn da performt er leider eher wie eine Nummer 128 der Welt.

    Das muss man sich erstmal geben, dass er höchstwahrscheinlich nur noch bei der WM als einziges Major in diesem Jahr dabei sein wird.

  • Van den Berghs Entwicklung der letzten Monate finde ich auch sehr bedenklich. Es ist ja nicht einfach nur so, dass gute Ergebnisse ausbleiben, sondern sein gesamtes Spiel ist geprägt von Nervosität, hanebüchenen Ausreißern und brutalen Schwankungen. Man merkt als Außenstehender richtig, dass er nicht frei im Kopf ist und mit sich selbst zu kämpfen hat. Ich hoffe, er schafft irgendwann nochmal den Turnaround, denn anders als einige andere habe ich ihn trotz seiner oft überdrehten und skurrilen Art auf der Bühne durchaus immer gemocht.

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