PDC-Weltmeisterschaft 2025

  • Ich sag mal so, Mike hat es selbst in der Hand, macht er heute nen Bombenspiel, spielt er nach Weihnachten mit Sicherheit abends.

    Aber ja Woodhouse - de Decker hat schon viel Potenzial, verstehe da die Nachmittagssession auch nicht.

    Das ist jetzt meine persönliche Meinung, aber ich finde beides sind jetzt nicht die spannendsten Spieler, weswegen mich die Ansetzung am Nachmittag jetzt nicht sonderlich überrascht. Die haben beide ein gutes bzw. ein richtig gutes Jahr, aber bei sowas zählt halt nicht nur die Leistung.

    Erinnert mich oft ein wenig an Rob Cross, der obwohl ehemaliger Weltmeister und mehrmaliger Majorgewinner, auch oft die nicht so attraktiven Ansetzungen bekam (23 und 24 auch nur jeweils im Nachmittagsprogramm, diese Jahr allerdings Abends).

  • (...)

    Finde es echt beängstigend und besorgniserregend zugleich wie hassgetrieben manche Leute doch sind, gerade im Bezug auf das eigene Vaterland, das war gestern bei all der Rivalität zwischen den Engländern und Schotten der beste Beweis für.

    Da bricht ein Spieler mal ganz unabhängig welche Nationalität auf der Bühne sichtbar für alle (auf der Leinwand) in Tränen aus und das Publikum hat nichts besseres zu tun als jeden Fehlwurf des Gegners zu kommentieren und entsprechend abzufeiern, nur weil es sich dabei eben um einen Schotten handelt (...).

    Ich bin mal so frei, nur diese eine Passage rauszugreifen. Stimmt es wirklich, dass er niedergemacht wurde, weil er Schotte ist? Anderson und Wright werden doch auch von den englischen Fans geliebt, obwohl sie Schotten sind. Und ist Soutar gegen Gotthardt irgendwie niedergemacht worden (außer von einigen deutschen Fans)?

    Mein Eindruck gestern war ein anderer: Gates hat das Match mit seinem Walk-on und dem ersten Satz samt Highfinishes und Bullfinish derart sprektakulär begonnen, dass das Publikum dadurch FÜR IHN war und gejohlt hat, um ihn zu unterstützen. Die Rufe gegen Menzies waren eher Kehrseite bzw. Reflex daraus, ohne dass sie mit seiner Person oder seiner Nationalität zu tun gehabt hätten. Ich wage die These: Gates´ Gegner war dem Publikum völlig egal, es hätte nehezu jeden anderen ähnlich getroffen, wenn Gates zu Beginn ein derartiges Feuerwerk zündet.

    Ob die Tränen für das Saalpublikum erkennbar waren, weiß ich natürlich nicht.

    Premier League ist doof!

  • Ich bin mal so frei, nur diese eine Passage rauszugreifen. Stimmt es wirklich, dass er niedergemacht wurde, weil er Schotte ist? Anderson und Wright werden doch auch von den englischen Fans geliebt, obwohl sie Schotten sind. Und ist Soutar gegen Gotthardt irgendwie niedergemacht worden (außer von einigen deutschen Fans)?

    Mein Eindruck gestern war ein anderer: Gates hat das Match mit seinem Walk-on und dem ersten Satz samt Highfinishes und Bullfinish derart sprektakulär begonnen, dass das Publikum dadurch FÜR IHN war und gejohlt hat, um ihn zu unterstützen. Die Rufe gegen Menzies waren eher Kehrseite bzw. Reflex daraus, ohne dass sie mit seiner Person oder seiner Nationalität zu tun gehabt hätten. Ich wage die These: Gates´ Gegner war dem Publikum völlig egal, es hätte nehezu jeden anderen ähnlich getroffen, wenn Gates zu Beginn ein derartiges Feuerwerk zündet.

    Ob die Tränen für das Saalpublikum erkennbar waren, weiß ich natürlich nicht.

    Die Buhrufe kamen doch schon beim Walk-on und auch nich das 1. mal gegen ihn oder Soutar! Klar kam sicherlich dazu Gates beliebt(er) ist und bei Wright & Anderson träfe dies natürlich auch zu (zumal sich manch einer vielelicht gegen einen Start auch wneiger traut zu Pfeifen o.Ä.), aber ein Großteil des 'Hates' wird wohl tatsächlich allein auf seine Nationalität zurückzuführen sein :thumbdown:

    Ich wäre wirklich ein erstklassiger Dartspieler der es mit jedem auf der Welt aufnehmen könnte!
    Wenn nur dieses blöde Pfeile schmeißen nich so kompliziert bzw. die Felder nich so furchtbar klein wären...

  • Dem ist nichts hinzuzufügen.

    Außer vielleicht eines noch: Jetzt werden für ein paar Tage alle öffentlichkeitswirksam betroffen sein, aber dann ist das vergessen und wenn der nächste Spieler auf der Bühne nicht der Norm oder den eigenen Vorstellungen entspricht, geht die gleiche Scheiße unvermindert weiter.

    Genau das ist der Punkt, das sollte einem egtl. schon zu denken geben, diese Entwicklung gefällt mir überhaupt nicht.

    Auch am Nachmittag gab es da ja schon den Vorfall mit Soutar, wo ich jetzt auf Sportschau einen Bericht gelesen habe, wo die deutschen Fans nur weil es eben gegen einen Deutschen in dem Fall gegangen ist beschuldigt wurden, was ich total unsinnig finde, da auch das hauptsächlich von den Engländern ausgegangen ist.

    Auch diese endlosen "Scotland get battered" Gesänge nerven inzwischen nur noch und braucht doch auch wirklich niemand, das Problem sollte also bekannt sein.

  • Genau das ist der Punkt, das sollte einem egtl. schon zu denken geben, diese Entwicklung gefällt mir überhaupt nicht.

    Diese Entwicklung betrifft allerdings in erster Linie nicht den Dartsport und deren Fans sondern unsere heutige Gesellschaft.

    Warum sollte es beim darts schauen anders laufen als überall anders?

  • Manchmal schämt an sich fast dafür zu sagen das man Dart spielt weil man dann mit solchen....................(hier kann jeder einsetzen was er mag) in einen Topf geworfen wird

    Dafür nicht.

    Geh in ein Fussballstadion (in ein x-beliebiges) und noch vor dem Anpfiff könntest du kotzen wenn bei der Spielervorstellung jeder Name mit "A.......och" beschimpft wird.

    ”Two things are infinite: the universe and human stupidity; and I'm not sure about the universe.”
    Albert Einstein

  • Diese Entwicklung betrifft allerdings in erster Linie nicht den Dartsport und deren Fans sondern unsere heutige Gesellschaft.

    Warum sollte es beim darts schauen anders laufen als überall anders?

    Das stimmt natürlich :thumbup:, gefühlt war das beim Darts aber vor ein paar Jahren bei weitem noch nicht so extrem ausgeprägt, das wird von Jahr zu Jahr irgendwie immer schlimmer.

    Und das Beispiel Menzies von gestern hat auch gut gezeigt, dass zugleich immer mehr Menschlichkeit und das entsprechende Feingefühl verloren geht, sowie das auch schon länger in unserer heutigen Gesellschaft der Fall ist wie du richtig schreibst.

    Klar ist bekannt wie sehr sich die Engländer und Schotten untereinander hassen, das erlebe ich auch oft genug selbst wenn ich in GB bin, aber das fande ich eine ganze Zeit lang ja auch immer so klasse, dass es beim Darts eben kein Thema war.

  • Komisch wäre doch auch wenn Menzies nur wegen seiner Nationalität ausgebuht würde, denn immerhin hat er eine sehr berühmte englische Freundin.

    Simon Whitlock ist doch z.B. in Deutschland auch deshalb so beliebt, weil er lange mit der deutschen Dartsspielerin Steffi Lück zusammen war.

  • Denke mal Aspinall wird es in die Karten gespielt haben, dass Cammy gestern rausgegangen ist, denn ich sehe kein Szenario wo Nathan ernsthaft Gefahr läuft gegen Gates rauszugehen, was bei Menzies auf jeden Fall der Fall gewesen wäre.

  • Komisch wäre doch auch wenn Menzies nur wegen seiner Nationalität ausgebuht würde, denn immerhin hat er eine sehr berühmte englische Freundin.

    Simon Whitlock ist doch z.B. in Deutschland auch deshalb so beliebt, weil er lange mit der deutschen Dartsspielerin Steffi Lück zusammen war.

    Würde mal behaupten bzw. glaube kaum, dass das so viele im Publikum auf dem Schirm haben bzw. groß interessiert, mit Abstrichen vielleicht noch im Fall von Fallon und Cammy.

  • Auch auf die Gefahr hin, nun etwas zu polarisieren, aber ich glaube, der Zusammenbruch von Menzies gestern hatte nichts oder allenfalls am Rande mit dem Publikum zu tun. Dass Engländer gegen Schotten singen, ist doch fast schon normal und mittlerweile mehr sowas wie sportliche Rivalität als wirklicher hate.

    Bei Menzies kam viel zusammen, sicherlich auch privates. Ich meine, seinem Vater geht es sehr schlecht… dann bringt man sein Spiel nicht ans Board, hat sich viel vorgenommen und sieht sich dem Erstrundenaus im wichtigsten Turnier des Jahres gegenüber. Das kann dann eben mal zu sowas führen. Und klar, wenn du dann das Publikum nicht auf deiner Seite hast, kommt das eben noch on top. Aber als Hauptgrund sah ich das jedenfalls nicht.

  • Auch auf die Gefahr hin, nun etwas zu polarisieren, aber ich glaube, der Zusammenbruch von Menzies gestern hatte nichts oder allenfalls am Rande mit dem Publikum zu tun. Dass Engländer gegen Schotten singen, ist doch fast schon normal und mittlerweile mehr sowas wie sportliche Rivalität als wirklicher hate.

    Bei Menzies kam viel zusammen, sicherlich auch privates. Ich meine, seinem Vater geht es sehr schlecht… dann bringt man sein Spiel nicht ans Board, hat sich viel vorgenommen und sieht sich dem Erstrundenaus im wichtigsten Turnier des Jahres gegenüber. Das kann dann eben mal zu sowas führen. Und klar, wenn du dann das Publikum nicht auf deiner Seite hast, kommt das eben noch on top. Aber als Hauptgrund sah ich das jedenfalls nicht.

    Da würde ich dir zustimmen, gerade weil Menzies ja schon öfters Probleme auf der Bühne hatte seine Nerven beisammen zu halten. Ich meine im GS gegen Mansell war das ja auch ein bisschen ein Problem.

    Trotzdem war das was das Publikum gemacht hat, natürlich bodenlos. Kann noch etwas verstehen, wenn jemand das Publikum absichtlich anstachelt, wie es ein Price gerne mal tat und tut, dass es da durchaus zu einer negativen Reaktion kommen kann. Aber Menzies stand da ja nur rum und hat sein Spiel nicht auf die Kette bekommen, da brauch ich den nicht ausbuhen und auspfeifen.

  • Denke mal Aspinall wird es in die Karten gespielt haben, dass Cammy gestern rausgegangen ist, denn ich sehe kein Szenario wo Nathan ernsthaft Gefahr läuft gegen Gates rauszugehen, was bei Menzies auf jeden Fall der Fall gewesen wäre.

    Da bin ich anderer Meinung: Gates ist für Aspinall gefährlicher.

    1. ist die Gefahr grösser, dass Aspinall seinen Gegner unterschätzt und

    2. ist die Wahrscheinlichkeit, dass Gates - wenn es hart auf hart kommt - die Nerven verliert, sehr viel geringer.

  • Da bin ich anderer Meinung: Gates ist für Aspinall gefährlicher.

    1. ist die Gefahr grösser, dass Aspinall seinen Gegner unterschätzt und

    2. ist die Wahrscheinlichkeit, dass Gates - wenn es hart auf hart kommt - die Nerven verliert, sehr viel geringer.

    Beides korrekt. Entscheidet dennoch Aspinall allein wie das ausgeht... Denn das Spitzenniveau von Gates ist sicherlich ein gutes Stück unter dem von Menzies...

    Bringt Aspinall seine Leistung gewinnt er das (und wahrscheinlich auch maximal bei einem Satzverlust)

  • Da bin ich anderer Meinung: Gates ist für Aspinall gefährlicher.

    1. ist die Gefahr grösser, dass Aspinall seinen Gegner unterschätzt und

    2. ist die Wahrscheinlichkeit, dass Gates - wenn es hart auf hart kommt - die Nerven verliert, sehr viel geringer.


    Gemessen an den Vor-WM-Leistungen wäre Menzies gegen Aspinall klarer Favorit gewesen. Natürlich ist Gates ein unangenehmer Gegner, trotzdem ist hier Aspinall Favorit; auch wenn er besser eine Schippe drauflegt auf seine Leistungen im Herbst.

    Menzies ist gestern daran gescheitert, dass er sich psychologisch offensichtlich gar nicht auf das Spiel eingestellt hat und während der Partie zunehmend gemerkt hat, dass ihn das Gefühlschaos in der Situation überfordert und je mehr er darauf reagiert, desto schlimmer wurde es. Am Ende ist der Kopf dann Amok gelaufen. Problematischer als das Publikum hätte ich die ambivalente Kumpel/Gegner-Einstellung zu Gates angesehen; Das Problem hätte er mit Aspinall vermutlich nicht gehabt.

  • Ich würde das ganze Thema mit Menzies nicht zu hoch hängen.

    Er hat sich jetzt entschieden, Profi zu werden und sich viel vor genommen. Dazu kommt die Situation mit seinem Vater, dem es wohl sehr schlecht geht und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass man sowas nicht ausgeblendet bekommt, wenn man ein halbwegs emotional normaler Mensch ist und Cammie ist tendenziell etwas emotionaler als der Durchschnitt möchte ich meinen.

    Viel Druck und wenn es dann so gar nicht läuft, dann kann das auch mal zu extremen Reaktionen führen.

    Natürlich muss er selbst auch wissen, wie viel er sich zumuten kann, da es nicht das erste Mal war, dass auf der Bühne die Emotionen übernehmen.

    Dazu gehört auch der Umgang mit dem Publikum, das in England immer wieder gegen ihn sein wird. Er kann damit spielen wie Soutar, oder es einfach ignorieren wie andere Schotten, aber er darf es einfach nie persönlich nehmen.

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