• Also willst du mir sagen, dass es die 29 besten Dartspieler geschafft haben, sich einen Tourcard zu erspielen?

    Da kann ich nicht mitgehen, dazu muss man nicht mal auf die Averages schauen, sondern das ist einfach bei dem Format vorprogrammiert (wie gesagt, ich finde das super). Mit der Regeländerung, dass sich die Finalisten bereits qualifizieren, gibt es nun noch mehr Überraschungen.

    Ein weiterer Punkt ist die freie Auslosung, siehe heute das Board mit Van Schie, Pratenemer usw.

    Ich würde mal ganz klar sagen, nein, die Q-School stattet nicht die besten 29 Spieler mit einer Tourcard aus. Aber ich frage mal ketzerisch, für wen oder was ist es denn notwendig, dass es so wäre? Reicht es nicht, wenn die Q-School 29 der besten 50 oder 60 oder 70 möglichen Kandidaten mit einer TC versieht?

    Wenn man auf die Tour schaut, dann wird der Großteil der Spieler nach 2 Jahren eh wieder die TC verlieren. Von 2024 haben es 5 on 31 geschafft ihre TC zu behalten. Und ohne es jetzt komplett statistisch erfasst zu haben, scheint es für mich nicht den Riesenunterschied zu machen ob ich als Tagessieger oder über die Rangliste ins Feld komme.

    Es gibt Tagessieger die später auf der Tour überzeugen (z.B. Hood dieses Jahr, De Graaf 2024, Rock 2022, rein sportlich auch Dom Taylor 2024) und welche die es absolut nicht tun (brauche ich nicht alle aufzählen, gibt es mehr als genug davon). Und gleiches lässt sich auch über die Rangliste sagen (Pietrezcko und van Veen jeweils als Nr 9 der Rangliste in 2022/23). Und es sind auch oft nicht die mutmaßlichen Favoriten die dann auf der Tour unbedingt abliefern. Der besagte Josh Rock war vor der Q-School nur wirklich tiefen Insidern bekannt, während hochgehandelte Spieler wie Baetens enttäuschten.

    Eine Setzliste wäre schon in Ordnung, aber worauf basiert man die, wenn die meisten Spieler von völlig unterschiedlichen Touren kommen? Oder basiert man es nur auf den Ergebnissen des ersten Tages? Dann hängt halt mehr vom Losglück des ersten Tages ab. Und wie gruppiert man die TC-Holder mit ein, die ihre Karte erst verloren haben?

    Eine Reduzierung der Q-School Karten zu Gunsten der DT/CT oder vllt auch weiteren Touren (WS, Asia, etc.) halte ich für nicht ungerechtfertigt, aber welche Touren nimmt man dann und wenn es nur bei DT/CT bleibt, hat man halt eine deutliche Bevorzugung der UK bzw. europäischen Spieler. Für asiatische, amerikanische und afrikanische Spieler ist es unmöglich bei den jetzigen Preisgeldern bei der CT dauerhaft mitzuwirken. Da ist eine Woche Q-School in UK oder Deutschland viel besser machbar.

    Wäre, dass dann so viel fairer im gesamten?

    Gerade da die PDC auf Internationalisierung setzt, wird sie solche Spieler nicht entmutigen indem sie die Regeln systemisch gegen sie anwendet. Und unabhängig von Fairness etc. verkauft die PDC mit der Q-School halt immer die Möglichkeit/den Traum vom absolut unbekannten zum Dartsprofi zu werden, ohne sich mühsam durch irgendwelche Rankings spielen zu müssen (Und verdient dabei halt auch was). Und die Beliebtheit der Q-School ist ja ungebrochen.

  • Für meinen Geschmack ein fast perfekter dritter Tag in der Q-School.

    EU

    Zu Matthias Ehlers habe ich ja schon nach seinem ersten Finale etwas geschrieben. Ich hätte ihn jetzt nicht unbedingt auf der Tour sehen müssen, aber wenn du an zwei Tagen das Finale erreichst, dann ist das natürlich absolut verdient. Mir wären neben den deutschen Favoriten Merk und Unterbuchner aus der zweiten Reihe zwar Klose, Rupprecht oder LML lieber gewesen, aber Ehlers oder auch Hilger waren eben nicht total abwegig und bringen an guten Tagen schon auch das Niveau mit. Für Rupprecht tut es mir leid. Den hätte ich echt gerne noch mal auf der Tour gesehen, aber dafür hätte er wohl direkt durchgehen müssen bzw. muss das jetzt am letzten Tag tun.

    Für Yorick Hofkens freut es mich hingegen sehr. Ich glaube zwar, dass die Tour bei ihm noch zu früh kommt, andererseits kann sich so ein Fenster auch irgendwann schließen und man schafft es vielleicht trotz allen Talents nie auf die Tour. Er wird ja wohl auch erst mal (vernünftigerweise) trotz Karte den Fokus auf die Ausbildung legen. Wenn man mal die ganz junge deutsche Riege um Florian Preis, Lenny Schlüter oder Kilian Hohnstedt nimmt, dann dürfte Hofkens da nach Preis auch schon am weitesten sein.

    Darüber hinaus ein starker Tag für die Belgier. In meiner Prediction vor der Final Stage hatte ich außer Brian Raman als möglichen Kandidaten ja nur Lennert Faes und Nunjo Dewaele für die Zukunft auf dem Schirm. Jetzt wäre Faes aber fast direkt durchgegangen und hat sich neben Bulen und Caron für die Rangliste in Stellung gebracht. Für die Euphorie in Belgien wäre es sicher nicht schlecht, wenn es noch einen zusätzlichen TCH geben würde, da bei den Zugpferden Dimi, Kim und MDD die Entwicklung ja stark rückläufig ist.

    Bei Michi Unterbuchner, Jeffrey de Zwaan und Andreas Harrysson mache ich mir nun ernsthafte Sorgen, ob sie es am letzten Tag noch reißen. Unterbuchner ist zwar grundsätzlich gut unterwegs, aber an allen drei Tagen völlig unnötig ausgeschieden. Auch Harrysson hat jetzt nach dem schwachen zweiten Tag eigentlich gut gespielt, aber eben keine Punkte gemacht. Selbiges gilt für de Zwaan, der sich zumindest leistungsmäßig gefangen hat. Für alle ist richtig Druck drauf.

    Daneben hoffe ich am letzten Tag auch noch auf Romeo Grbavac, Andy Baetens und Ben Robb. Robb ist leider in Teemu Harju gelaufen, der das ganze Spiel lang teils weit über 100 gespielt hat – um dann im nächsten Spiel mit unter 80 rauszugehen. Robb spielt aber eigentlich noch am konstantesten auf gutem Niveau. Baetens scheint zumindest mal die Form gefunden zu haben.

    Wenn es wenigstens noch die Hälfte dieser sechs Namen am letzten Tag neben dem schon sicheren Jimmy van Schie schafft, wäre ich mit der EU Q-School unter dem Strich zufrieden. Grundsätzlich könnte ich auch mit fast allen Spielern leben, die aktuell mit mindestens 5 Punkten schon recht weit oben in der Rangliste platziert sind.

    UK

    Im UK lief es für meine Vorstellungen dann nahezu perfekt. Charlie Manby und Shane McGuirk mit dem fast schon herbeigeredeten Run? Check. Stephen Burton und Steve Lennon weiterhin oben in der Rangliste mit dabei? Check. Harry Ward und Sam Spivey immer noch gut platziert? Check. Tom Sykes jetzt doch mit der Tourkarte? Check. Viel besser hätte es nicht laufen können.

    Bei Manby muss man jetzt aber noch auf einen weiteren tiefen Run am letzten Tag hoffen. Es wäre echt schade, wenn der mit seinem Niveau noch nicht auf die Tour kommt. In den letzten beiden Spielen ist ihm leider ein bisschen die Puste ausgegangen. Dürfte in dieser Saison ansonsten aber auch auf der Development Tour der Topfavorit für eine künftige Tourkarte sein.

    Ansonsten könnte ich mit den anderen Namen auf der Rangliste auch gut leben. David Sharp hat die letzten beiden Tage wirklich sehr konstant um die 90 und immer mindestens 85 gespielt. Bei Derek Coulson war bis auf das letzte Spiel sogar kein einziges unter 90 im Average dabei. Das ist wirklich bemerkenswert. Wäre auch eine ziemlich coole Story, denn mit 57 Jahren dürfte er einer der ältesten Spieler sein, der sich jemals in der Q-School durchgesetzt hat. Auf Anhieb fällt mir nur Ross Montgomery ein, der sich 2022 mit 59 Jahren durchgesetzt hat. Richie Burnett, Wayne Jones, Andy Hamilton, Alan Tabern und Darren Webster habe ich gerade mal gegengecheckt, die waren bei ihrem jeweils letzten Tourkartengewinn ein paar Jahre jünger.

    Bei Jim Williams, Dylan Slevin, Nathan Rafferty und Jack Tweddell ist meine Hoffnung hingegen mittlerweile verschwindend gering. Ausgerechnet die vier mussten sich am dritten Tag auch noch jeweils gegenseitig in der ersten Runde rausnehmen. Jim Williams hätte bei vollem Fokus sicher noch die Qualität, aber wenn er nur noch ein paar Turniere im Jahr spielt, ist die WDF für ihn vielleicht auch sinnvoller. Bei Slevin und Rafferty wäre es besonders schade, wenn die mit ihrem Talent verloren gehen, denn beide sind mittlerweile auch zu alt für die Dev Tour.

  • Zumindest letztes Jahr hatten die Deutschen (glaube ich..) einen richtigen sch.. Tag. Da ich es hier schreibe, kriegen sie ihn diese qschool jetzt nicht. 😎

    Zumindest letztes Jahr hatten die Deutschen (glaube ich..) einen richtigen sch.. Tag. Da ich es hier schreibe, kriegen sie ihn diese qschool jetzt nicht. 😎

  • Viele reden hier über das Thema, dass mehr Tourkarten über CT/DT verteilt werden sollen. Damit werden die Touren eindeutig aufgewertet und werden zu zweiten Ligen. Hört sich ganz gut an auf den ersten Blick. Bevor die CT zur zweiten Liga auf steigen kann, muss eine grundlegende Reform her. Da jetzt 4 der 5 Blöcke in England stattfinden werden englische Spieler eindeutig bevorzugt.Hier muss eine internationalisierung der Austragungsorte kommen. Eine bessere Verteilung wäre Milton Keynes, Hildesheim, Kalkar, Graz, Wigan. Ähnliches gilt für die DT.

  • Das ist ja wie früher beim Fußball mit Elfmeterschiessen, das haben die Deutschen auch immer bei EM und WM gewonnen!

  • Auch das sehe ich komplett anders. Nicht wenige Turniere entscheiden in welcher Form auch immer über komplette Karrieren. Ich will dir gar nicht dahingehend widersprechen, dass Glück bei der Q-School ein Faktor sein mag. Ich will lediglich zu bedenken geben, dass Glück beim Darts sozusagen systemimmanent ist. Egal wie sehr du ein Littler bist, du wirst es an der einen oder anderen Stelle auch immer mal wieder benötigen. Egal bei welchem Modus, egal bei welchem Turnier, egal gegen welchen Gegner (ich rede jetzt natürlich nicht vom Niveauunterschied PDC-Weltmeister versus Hobbykellerdarter).

    Würde mich interessieren, an welches Turnier das ähnlich wichtig und ähnlich viel vom Glück abhängig ist, denkst du da?

    Tourcard Ja oder Nein ist ja für viele Spieler das aller wichtigste (vor allem mit den Preisgelderhöhungen).

    Ich würde mal ganz klar sagen, nein, die Q-School stattet nicht die besten 29 Spieler mit einer Tourcard aus. Aber ich frage mal ketzerisch, für wen oder was ist es denn notwendig, dass es so wäre? Reicht es nicht, wenn die Q-School 29 der besten 50 oder 60 oder 70 möglichen Kandidaten mit einer TC versieht?

    Naja ich denke vor allem an die Spieler die definitiv Pro-Tour Level haben aber einfach ihr Niveau nicht abrufen konnten über die 4 Tage. Und ja natürlich kann man einfach sagen: Wenn sie mit dem Druck der Q-School nicht umgehen können haben sie auf der Tour auch nichts verloren. Aber so einfach ist das nicht, denn nur weil Harryson oder Van der Velde 1,2 schlechte Spiele gemacht haben, haben sie es nicht verdient?

    Eventuell würde auch die PDC von höherer Qualität profitieren? Aber da bin ich mir sehr unsicher ob es überhaupt irgendeinen Unterschied für die macht, ob Van der Velde oder Bereza auf der Tour ist. Glaube eigentlich dass das fast egal ist.

    Den Rest vom Beitrag stimme ich auch zu, vor allem eine (faire) Setzliste zu machen, ist fast unmöglich, gerade wenn es die PDC macht.

    Und es würde ja auch den Reiz der QS etwas wegnehmen finde ich.

    Spieler x hat ein guter Board, Spieler mit y und z haben beide 8 Punkte und spielen in der 1.Runde gegeneinander, das sind ja genau die Dinge, die die Q-School ausmachen.^^

  • Thema Setzliste geht ja fast nicht weil die PDC teilweise die Spieler nicht kennt

    Und wenn man ab Tag 2 nur setzt hast auch ein Unschärfe weil eventuell am Tag 1 die vlt besten in Runde 1 sich duellieren

    So wie es ist bringt es würze rein

    Über mehr Karten CT und DevelopmentTour kann man reden .. aber auch hier sind nicht immer die besten ganz vorne

  • Auch für mich macht auf der einen Seite die offene Auslosung gerade eben auch den Reiz der QS aus, auf der anderen Seite bedeutet das halt aber automatisch auch, dass der ein oder andere Favorit auf der Strecke bleibt, ist ja nichts anderes bei den UK Open.

    Klar mag das System mit der Setzung vielleicht etwas gerechter und im Sinne der allgemeinen Qualität auf der Tour sein, aber letztlich ist es eine Frage des Drucks und welcher Spieler mit diesem an besten über diese 4 Tage umgehen kann.

    Und wenn man ehrlich ist haben es bei dieser QS egtl. fast alle Favoriten im Hinblick auf die jeweiligen Auslosungen ganz gut erwischt gehabt, egal ob Baetens, Harrysson, Unterbuchner, Campbell, van den Herik oder auch de Zwaan, aber keiner konnte davon so wirklich profitieren und mit Leistung seiner Favoritenrolle bzw. seinem Namen gerecht werden, wobei das im Fall von de Zwaan eher ein mentaler "Breakdown" war, was dir halt so auf der Tour auch nicht passieren darf, wenn du nach 2 Jahren die Karte weiter behalten willst.

  • Eine Reduzierung der Q-School Karten zu Gunsten der DT/CT oder vllt auch weiteren Touren (WS, Asia, etc.) halte ich für nicht ungerechtfertigt, aber welche Touren nimmt man dann und wenn es nur bei DT/CT bleibt, hat man halt eine deutliche Bevorzugung der UK bzw. europäischen Spieler. Für asiatische, amerikanische und afrikanische Spieler ist es unmöglich bei den jetzigen Preisgeldern bei der CT dauerhaft mitzuwirken. Da ist eine Woche Q-School in UK oder Deutschland viel besser machbar.

    Wäre, dass dann so viel fairer im gesamten?

    Gerade da die PDC auf Internationalisierung setzt, wird sie solche Spieler nicht entmutigen indem sie die Regeln systemisch gegen sie anwendet. Und unabhängig von Fairness etc. verkauft die PDC mit der Q-School halt immer die Möglichkeit/den Traum vom absolut unbekannten zum Dartsprofi zu werden, ohne sich mühsam durch irgendwelche Rankings spielen zu müssen (Und verdient dabei halt auch was). Und die Beliebtheit der Q-School ist ja ungebrochen.

    Die PDC hätte sicher nicht grundsätzlich was dagegen, bewusst mehr Tourcards international zu vergeben, aber die Erfahrungen aus der Vergangenheit sprechen halt eindeutig dagegen. In der Anfangszeit der Tourcard-Ära gab es ja noch die direkte Karte für den besten skandinavischen Spieler (damals die einzige internationale Region, in der nicht aktiv für die BDO und gegen die PDC gearbeitet wurde), aber diese Karte war dann immer nur entweder a) die Magnus-Caris-Backuplösung, wenn's über die Pro Tour nicht für die Top 64 gereicht hat, oder b) sie ging an irgendeinen hoffungsvollen Nachwuchsspieler mit großen Plänen, der am Ende dann in zwei Jahren weniger als zehn Turnierwochenenden gespielt hat, oder c) sie wurde mangels Interesse gleich gar nicht vergeben. Konsequenterweise wurde dieses Programm dann irgendwann eingestellt.

    Und auch bei nicht-europäischen Spielern, die sich per QS-Teilnahme aktiv um eine Tourcard bemüht haben, hat man es im Laufe der Jahre viel zu häufig erlebt, dass sie (aus einer Vielzahl von meist komplett verständlichen Gründen) dann am Ende kaum was mit der Karte anfangen konnten. Heute noch viel mehr als früher würden "geschenkte" Tourcards wahrscheinlich immer angenommen werden, es wäre also grundsätzlich nicht "schwierig", Karten international zu verteilen - aber es würde wohl für die Tour an sich nur wenig bringen. Insofern würde ich nur ungern die Themen "sollten mehr Cards über CT/DT vergeben werden" und "wie sorgt man für mehr Internationalität auf der Tour" verknüpft sehen. Das sorgt nur für Paralyse in der Entscheidungsfindung, weil der eine Aspekt so viel komplexer als der andere ist.

  • Würde mich interessieren, an welches Turnier das ähnlich wichtig und ähnlich viel vom Glück abhängig ist, denkst du da?

    Tourcard Ja oder Nein ist ja für viele Spieler das aller wichtigste (vor allem mit den Preisgelderhöhungen).

    Wie gesagt, bei quasi allen Turnieren spricht das Glück ein Wörtchen mit. Und um das direkt mal mit einem konkreten Beispiel "Tourcard ja/nein" zu verknüpfen: Lukas Wenig und der Grand Slam. Glück Nummer 1: Es gab - im Gegensatz zu manch anderen Majors - die Möglichkeit, sich über einen Qualifier ins Feld zu spielen, die er dann auch super genutzt hat. Glück Nummer 2: Die für Profiverhältnisse fast schon lächerlich kurze Distanz von Best of 9 in der Vorrunde, wodurch er einen Clayton besiegen konnte (was er wiederum super angenommen hat, überhaupt keine Frage). Und Glück Nummer 3 alles in allem: Durch diese Konstellation hat er sich letztlich die Tourcard retten können. Summa summarum also: Jedes Format beinhaltet glückliche oder unglückliche Faktoren (je nach Perspektive des Spielers) und es liegt dann an den Spielern, damit umzugehen. Ohne Grand Slam wäre Wenig in der Q-School gelandet und da dann wiederum möglicherweise gescheitert und seine Karriere unter Umständen vorbei oder zumindest unterbrochen gewesen.

  • Schauen wir uns mal die deutschen Spieler nach 3/4 Turnieren der Final Stage an, und was sie am letzten Tag für ein Ergebnis brauchen:

    Zum Vorab: Ich orientiere mich an Hand von 9 Punkten, Klar können auch 8 Punkte reichen das wird mir aber dann zu Spekulativ. Viele Spieler die bei 3 Punkten stehen können mit 5 Siegen noch auf 8 Punkte kommen was aber nicht unbedingt reichen muss. 9 Punkte werden denke ich mal auf alle Fälle reichen. Ich habe aber auch keine Glaskugel. :)

    Barkhausen, Becker, Behrens, Bihl, Bruns, Donnevert, Drews, Duerbeck, Gustorf, Hilger, Hohnstedt, Hurtz, Jeske, Lawrence, Michalczyk, Preis, Riedtke, Spalt, Steinhauer, Steinmetz, Wolff diese Spieler brauchen einen Tagessieg, manche der genannten Spieler können mit 5 Siegen auf 8 Punkte kommen was mit eventuell guter Legdifferenz aus diesen 5 Siegen reichen kann. Ich orientiere mich aber wie gesagt an den 9 Punkten. Und da kann keiner der Spieler mehr hinkommen, deswegen sage ich mal das diese Spieler einen Tagessieg brauchen.

    Klose steht bei 4 Punkten und einer Legdifferenz von +10, er hat die beste Legdifferenz aller Spieler mit 4 Punkten. Mit 5 Siegen heute hätte er die TC in meinen Augen sicher. 9 Punkte und die Legdifferenz die ja mit den Siegen noch größer wird werden sicherlich reichen. Vielleicht reichen auch 8 Punkte also 4 Siege, das bleibt Abzuwarten.

    Kraft steht bei 7 Punkten aber leider nur einer Legdifferenz von +4, 2 Siege würden ihn mit 9 Punkten erstmal in eine gute Ausgangslage bringen, Aber bei Punktgleichheit wird er zu 95% immer dahinter stehen da jeder Spieler mit 6 Punkten eine bessere Differenz hat, 4 Spieler mit 5 Punkten haben eine schlechtere Differenz als er. Also er braucht definitiv 2 Siege, besser wären 3.

    Quoiffy steht bei 4 Punkten und einer Legdifferenz von +8, er ist damit auf Platz 3 der Spieler mit 4 Punkten. Um auf die genannten 9 Punkte zu kommen bräuchte er 5 Siege also das erreichen der letzten 4 Spieler. Die Legdifferenz würde bis dahin auch noch besser werden mit 5 Siegen was in meinen Augen dann reichen würde für die TC bei 5 Siegen, 4 Siege könnten reichen muss man aber natürlich auch Abwarten wie hoch er diese 4 Spiele gewinnen würde wegen der Legdifferenz. Also sagen wir mal er bräuchte für die Chance minimum 4 Siege, besser wären 5.

    Rupprecht steht bei 4 Punkten und einer Legdifferenz von +6, Hatte gestern mit 4 Siegen einen guten dritten Tag den er aber heute auch noch mal braucht. Hier eigentlich das selbe Szenario wie bei Quoiffy, 4 Siege mit gutem Abstand könnten reichen, besser wären natürlich 5. Dann dürfte fast nichts mehr Anbrennen, natürlich muss man immer das Draw abwarten, vielleicht treffen ja viele Top 10 Spieler der Rangliste früh Aufeinander.

    Unterbuchner steht bei 6 Punkten und einer Differenz von +15, Hier bin ich mir Aufgrund der Legdifferenz fast sicher das auch 8 Punkte reichen können, um ganz Sicher zu stellen braucht er heute 3 Siege. Dann steht er bei 9 Punkten was mit der Differenz sicher reichen würde. Aber um sich die Chance auf die Card zu waren braucht er erstmal minimum 2 Siege heute.

    Jetzt schon Prognosen zu machen wer es heute schaffen wird finde ich immer etwas früh, ich würde erstmal das Draw um 12Uhr Abwarten und dann noch einmal eine Prognose abgeben ob wir heute eine weitere deutsche Tour-Card bekommen oder nicht.

    :germany:

  • Wie gesagt, bei quasi allen Turnieren spricht das Glück ein Wörtchen mit. Und um das direkt mal mit einem konkreten Beispiel "Tourcard ja/nein" zu verknüpfen: Lukas Wenig und der Grand Slam. Glück Nummer 1: Es gab - im Gegensatz zu manch anderen Majors - die Möglichkeit, sich über einen Qualifier ins Feld zu spielen, die er dann auch super genutzt hat. Glück Nummer 2: Die für Profiverhältnisse fast schon lächerlich kurze Distanz von Best of 9 in der Vorrunde, wodurch er einen Clayton besiegen konnte (was er wiederum super angenommen hat, überhaupt keine Frage). Und Glück Nummer 3 alles in allem: Durch diese Konstellation hat er sich letztlich die Tourcard retten können. Summa summarum also: Jedes Format beinhaltet glückliche oder unglückliche Faktoren (je nach Perspektive des Spielers) und es liegt dann an den Spielern, damit umzugehen. Ohne Grand Slam wäre Wenig in der Q-School gelandet und da dann wiederum möglicherweise gescheitert und seine Karriere unter Umständen vorbei oder zumindest unterbrochen gewesen.

    In dem Beispiel hat sich aber max. ein Spieler für genau ein Jahr die TOurcard gesichert. Bei der Q-School geht es jedes Jahr um ca. 30 Spieler für eine 2-Jahrestourcard :!:

    --> also ich seh da schon ein winzig kleinen Unterschied :award:

    PS: Und beim GrandSlam-Qualifier gab es iM Qualiifer ne Setzliste, bei der Gruppenuaslosung 4 Lostöpfe und mit Best of 11 ist die Distanz bei der Q-School auch nciht erheblich länger als in der GrandSlam-Gruppenphase...

    Ich wäre wirklich ein erstklassiger Dartspieler der es mit jedem auf der Welt aufnehmen könnte!
    Wenn nur dieses blöde Pfeile schmeißen nich so kompliziert bzw. die Felder nich so furchtbar klein wären...

  • Wie gesagt, bei quasi allen Turnieren spricht das Glück ein Wörtchen mit. Und um das direkt mal mit einem konkreten Beispiel "Tourcard ja/nein" zu verknüpfen: Lukas Wenig und der Grand Slam. Glück Nummer 1: Es gab - im Gegensatz zu manch anderen Majors - die Möglichkeit, sich über einen Qualifier ins Feld zu spielen, die er dann auch super genutzt hat. Glück Nummer 2: Die für Profiverhältnisse fast schon lächerlich kurze Distanz von Best of 9 in der Vorrunde, wodurch er einen Clayton besiegen konnte (was er wiederum super angenommen hat, überhaupt keine Frage). Und Glück Nummer 3 alles in allem: Durch diese Konstellation hat er sich letztlich die Tourcard retten können. Summa summarum also: Jedes Format beinhaltet glückliche oder unglückliche Faktoren (je nach Perspektive des Spielers) und es liegt dann an den Spielern, damit umzugehen. Ohne Grand Slam wäre Wenig in der Q-School gelandet und da dann wiederum möglicherweise gescheitert und seine Karriere unter Umständen vorbei oder zumindest unterbrochen gewesen.

    Ja grundsätzlich stimmt das schon, dass er durchaus Glück hatte, sich über den GS die TC zu sichern, aber der Grand Slam (Qualifier) war eins von 100? Turnieren die Wenig in seiner TC-Zeit gespielt hat, dass man da auch mal etwas Glück (wobei war das wirklich Glück?) hat, ist komplett logisch, bei 4 Turnieren ist der Glücksfaktor aber einfach viiiiiiel höher.

  • In dem Beispiel hat sich aber max. ein Spieler für genau ein Jahr die TOurcard gesichert. Bei der Q-School geht es jedes Jahr um ca. 30 Spieler für eine 2-Jahrestourcard :!:

    --> also ich seh da schon ein winzig kleinen Unterschied :award:

    PS: Und beim GrandSlam-Qualifier gab es iM Qualiifer ne Setzliste, bei der Gruppenuaslosung 4 Lostöpfe und mit Best of 11 ist die Distanz bei der Q-School auch nciht erheblich länger als in der GrandSlam-Gruppenphase...

    Es geht aber nicht um die Zahl betroffener Spieler (mal abgesehen davon, dass Wenig über die gesamte Saison hinweg wahrscheinlich in dieser Form nur ein Beispiel von vielen ist) oder in welchem Umfang Unvorhersehbarkeiten eine Rolle spielen. Es geht darum, inwieweit Glück und Pech beim Darts durch die Konzeption des Turnierformats oder des -modus ausgemerzt werden mögen und es am Ende nur noch zu 100 % um Talent und Können geht. Und ich sage: Das ist im Darts schlichtweg nicht möglich.

  • Es geht aber nicht um die Zahl betroffener Spieler (mal abgesehen davon, dass Wenig über die gesamte Saison hinweg wahrscheinlich in dieser Form nur ein Beispiel von vielen ist) oder in welchem Umfang Unvorhersehbarkeiten eine Rolle spielen. Es geht darum, inwieweit Glück und Pech beim Darts durch die Konzeption des Turnierformats oder des -modus ausgemerzt werden mögen und es am Ende nur noch zu 100 % um Talent und Können geht. Und ich sage: Das ist im Darts schlichtweg nicht möglich.

    Und da ist aber der riesengroße Unterschied, dass es sich bei den vielen Turnieren auf der Tour (über 2 Jahre gesehen) halt größtenteils wieder komplett ausgleicht!

    DIe Q-School hingegen ist ein (einwöchiges) Event, bei der es für alle (ambitionierten) Spieler um extrem viel geht, aber es nichtmal sowas wie ne Setzliste gibt, um die Glückskomponente wenigstens etwas zu reduzieren :ohno_

    PS: Ne spontane Idee (die garantiert nie umgesetzt wird): man startet mit über die letzte Saison verdienten Punkten über die gesamte PDC-Touren, aber auch ohne Punkte hat man mit ner starken Q-School noch die Chance sich reinzuspielen bzw. mit ner schlechten Q-School reichen auch viele Vorab-Punkte nich.

    Ich wäre wirklich ein erstklassiger Dartspieler der es mit jedem auf der Welt aufnehmen könnte!
    Wenn nur dieses blöde Pfeile schmeißen nich so kompliziert bzw. die Felder nich so furchtbar klein wären...

  • Schauen wir uns jetzt mal noch die Situation außerhalb der deutschen an mit bekannten Spielern:

    Goto, Walpen, Klaasen, Stoeckli, Campbell, Raman, Reus, Jansen, Harju, Justicia, Robb, Lauby, Krcmar, van den Herik, Dragt, Szaganski, de Sousa, Sevada und Knops können alle über die Rangliste nicht mehr auf 9 Punkte kommen, manche Spieler können mit 5 Siegen noch die 8 Punkte Marke erreichen, was reichen könnte aber nicht garantiert. Also brauchen die Spieler eigentlich einen Tagessieg die ich oben aufgelistet habe.

    D. van Trijp, Hendriks und Baetens stehen im Moment bei 4 Zählern, könnten also mit dem erreichen der Top 4 auf 9 Punkte kommen was reichen könnte, das Minimalziel muss aber erstmal 4 Siege sein also das erreichen der besten 8.

    Mol, Harrysson, van der Velde, Geeraets, de Zwaan, Cameron und Turetta stehen bei 5 Zählern, bräuchten also 4 Siege um auf die 9 Punkte zu kommen, um sich die Chance zu wahren sind aber erstmal 3 Siege erforderlich.

    Grbavac und Meulenkamp stehen bei 6 Zählern, brauchen also 3 Siege um auf 9 Punkte zu kommen, 2 Punkte um sich die Chance zu wahren für die Tour-Card.

    Merkx, Bulen, Gawlas, Pratnemer, Landman und Caron stehen bei 7 Zählern, würden also mit 2 Siegen heute auf die erforderliche Marke von 9 Punkten kommen, ein Sieg könnte reichen da muss man aber erstmal das Draw abwarten.


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