PDC Women's Series 2024

  • Ich habe immer noch nicht verstanden, warum Beau Greaves so sehr an der Womens Series fest hält.

    Könnte gutes Geld verdienen als erste Frau, die sich im Profibereich etabliert.

    Zunächst müsste sie sich eine TC holen, was auch kein Selbstläufer ist, wie man an den vergeblichen Versuchen von Fallon sehen kann. Dieses Jahr spielt Beau immerhin die DT, das ist schon mal ein erster Schritt. Und der Umstand, dass sie dort nicht alles in Grund und Boden spielt, sondern "nur" gut dabei ist auf Platz 10 zeigt möglicher Weise, dass sie noch etwas Zeit benötigt für eine Profikarriere bei den Männern. Falls sie diese überhaupt anstrebt.

  • ... Fakt ist ja, dass da eine Spielerin am Board steht, die nach den aktuellen Regeln teilnahmeberechtigt ist. Alles andere hat ihre Konkurrentinnen nicht zu interessieren...

    Kannst du mir die Regeln nennen, die die PDC da anwendet, ich habe auf die schnelle nichts gefunden? Ich kenne nur das allgemeine Problem, dass aktuell noch viele weiche Faktoren hinzugezogen werden, und die wissenschaftliche Landschaft doch sehr zwiegespalten ist.

  • Nein, so regelfest bin ich nicht. Das einzige, was man dazu findet ist hier:

    https://pdpa.co.uk/event/pdc-womens-series-2024-ws-24/

    Daraus geht hervor, dass im Vorfeld bei einer Anmeldung geprüft wird, ob jemand teilnahmeberechtigt ist. Da verlasse ich mich darauf, dass diejenigen, die die Regeln besser kennen als ich, schon einen Blick drauf haben, dass diese auch eingehalten werden. Ich gehe davon aus, dass einfach danach gegangen wird, welches Geschlecht im Personalausweis eingetragen ist, was ja schon ein nicht ganz so weicher Faktor wäre. Aber wie gesagt, wie da die genaue Vorgehensweise ist, weiß ich nicht.

    Das selbe Vertrauen muss ich (müssen wir) da in die Wissenschaftler stecken. Ich maße mir nicht an, besser darüber Bescheid zu wissen, ob es Vorteile gibt oder nicht, als jemand, der sich wissenschaftlich damit auseinandersetzt.

    Somit bleibt halt uns und der PDC nichts anderes übrig, als abzuwarten, bis es eine wissenschaftliche Arbeit zu dem Thema gibt und dann eventuell die Regeln anzupassen (oder halt nicht).

  • So habe ich die Geschichte bisher wahrgenommen: Sie hat eine Zulassung vom niederländischen Dartverband, bei den Damen zu spielen (kann jetzt aber keine Quelle dafür liefern).
    Und ich hatte daher angenommen, dass die PDC sich einfach darauf beruft und keine eigenen weiteren Kriterien geprüft hat.
    Aber das ist nur meine Wahrnehmung.

    Hier aus einem Interview von Juli '23:

    Zitat

    ''Natürlich habe ich mich erst einmal umgeschaut, um zu sehen, wie die Vorschriften sind. Bei der PDC konnte ich zunächst nichts finden, aber bei der WDF schon. Dann hat sich Vincent van der Voort extra beim Turnierdirektor der PDC erkundigt, ob ich an der Women's Series teilnehmen kann. Dann war eigentlich alles kein Problem mehr.''

    In der Zwischenzeit hat die PDC zusammen mit dem DRA-Disziplinarausschuss immer noch Regeln für Transgender-Personen aufgestellt. "Ich bin aber froh, dass es sie jetzt gibt. Ich musste einige Dinge in die Wege leiten, wie zum Beispiel ein Schreiben, das besagt, dass mein Testosteronspiegel unter einem bestimmten Wert liegt'', erklärte van Leuven.

    [...]

    "Andererseits haben das DRA (Disziplinarausschuss der PDC, Anm. d. Red.) und die WDF jetzt Regeln aufgestellt, die besagen, dass ich bei den Damen mitspielen darf. Ich bekomme viele Reaktionen von Leuten, die alle nichts dagegen haben, dass ich mitspiele, aber es gibt auch ein paar, die anderer Meinung sind.''


    Meine Lieblings-26er: T5-D5-S1, T1-T1-S20, S13-S12-S1, D12-S1-S1

  • Nein, so regelfest bin ich nicht. Das einzige, was man dazu findet ist hier:

    https://pdpa.co.uk/event/pdc-womens-series-2024-ws-24/

    Daraus geht hervor, dass im Vorfeld bei einer Anmeldung geprüft wird, ob jemand teilnahmeberechtigt ist. Da verlasse ich mich darauf, dass diejenigen, die die Regeln besser kennen als ich, schon einen Blick drauf haben, dass diese auch eingehalten werden. Ich gehe davon aus, dass einfach danach gegangen wird, welches Geschlecht im Personalausweis eingetragen ist, was ja schon ein nicht ganz so weicher Faktor wäre. Aber wie gesagt, wie da die genaue Vorgehensweise ist, weiß ich nicht.

    Das selbe Vertrauen muss ich (müssen wir) da in die Wissenschaftler stecken. Ich maße mir nicht an, besser darüber Bescheid zu wissen, ob es Vorteile gibt oder nicht, als jemand, der sich wissenschaftlich damit auseinandersetzt.

    Somit bleibt halt uns und der PDC nichts anderes übrig, als abzuwarten, bis es eine wissenschaftliche Arbeit zu dem Thema gibt und dann eventuell die Regeln anzupassen (oder halt nicht).

    So einfach wie Du es Dir machst, ist es bei weitem nicht. Meines Wissens (kurze google Suche) gibt es keine wissenschaftlichen Studien zu möglichen Wettbewerbsvorteilen von Transfrauen im Spitzensport. Der Hauptgrund hierfür ist, dass es sehr wenige Transfrauen im Spitzensport gibt. Somit keine sample size, die eine seriöse Studie ermöglichen würde. So wie im Darts eine einzige Probantin Noa-Lynn auch kaum Aufschluss geben könnte. Studien gibt es zu mehr oder minder durchschnittlich sportlichen Transfrauen z.B. beim US Militär. Die Ergebnisse vor Hormonbehandlung zeigen einen großen Vorteil. Nach einer zweijährigen Hormonbehandlung sind die Ergebnisse nicht mehr eindeutig.

    Die Sportverbände behelfen sich damit, dass sie Testosteron Obergrenzen für Transfrauen festlegen. Aber nicht aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnis, sondern weil es irgend welche Regeln braucht, um einerseits Transfrauen die Teilnahme zu ermöglichen und gleichzeitig einen halbwegs fairen Wettbewerb zu gewährleisten. Sonst könnte Michaela van Gerwen bei der nächsten Women's Series mitspielen. ;)

    Testosteron ist aber natürlich nicht der einzige Faktor für Erfolg im Sport. Muskelmasse, Körperfettanteil, Sauerstoffaufnahme oder auch nur der Umstand 2-3 Jahrzehnte als Mann gelebt und trainiert zu haben. Ob das alles für Darts relevant ist? Wer weiß. Ich weiß es sicher nicht.

  • Kannst du mir die Regeln nennen, die die PDC da anwendet, ich habe auf die schnelle nichts gefunden? Ich kenne nur das allgemeine Problem, dass aktuell noch viele weiche Faktoren hinzugezogen werden, und die wissenschaftliche Landschaft doch sehr zwiegespalten ist.

    Findest Du hier:

    Daraus:

    Meine Lieblings-26er: T5-D5-S1, T1-T1-S20, S13-S12-S1, D12-S1-S1

  • Da ist es mir auch völlig egal, ob das hier hingehört oder nicht. Es kann ja jeder denken wie er will, aber totschweigen

    nur, weil manche die Wahrheit egal in welche Richtung nicht hören wollen, iss bei mir nicht. Weil diese Entwicklung

    empfinde ich mehr als beschämend und äußerst fragwürdig.

    Da bin ich völlig bei Dir, und ich wollte auch nicht die Diskussion "abwürgen". Im Gegenteil - gerade weil sie so wichtig ist, sollte ihr der Raum eingeräumt werden, den sie braucht. Darum fände ich!! einen separaten Thread besser. Grundsätzlich gehört die Diskussion schon irgendwie zur Women's Series, aber an Spieltagen finde ich es schade, wenn dann nicht mehr über die Spiele diskutiert wird, sondern sobald Noa-Lynn ans Oche tritt, dreht sich gefühlt alles nur noch ums Trans-Thema und nicht mehr ums Sportliche.

  • Tatsächlich sehr spannende Ausgangssituation im Kampf um den letzten Platz beim World Matchplay. Greaves, Sherrock, Suzuki, Ashton, Van Leuven, O'Sullivan und Dobromyslova scheinen safe zu sein, aber der achte Platz ist völlig offen:

    8 Gemma Hayter 3800

    9 Katie Sheldon 3800

    10 Aileen de Graaf 3700

    11 Natalie Gilbert 3600

    12 Lorraine Hyde 3500

    13 Robyn Byrne 3500

    14 Aoife McCormack 3400

    15 Kirsi Viinikainen 3100

    16 Lorraine Winstanley 3000

    Paige Pauling derweil gestern mit zwei Halbfinals. Zeigt direkt auf, dass man mit ihr künftig im Spitzenbereich des Frauendartsports rechnen sollte.

    In der Order of Merit setzt sich Greaves derweil so langsam etwas ab. Die wichtigen Ränge 2 und 3 könnten derweil mit Sherrock, Suzuku und Van Leuven drei Spielerinnen unter sich ausmachen.

  • Aileen De Graaf im Finale gegen Lisa Ashton. Damit setzt sie sich deutlich auf den achten Rang (mit dem Finalsieg würde sie sogar Dobromyslova überholen) und es bleibt nur noch das zweite Turnier des Tages um sie vom World Matchplay Rang zu verdrängen.

  • Durch das Viertelfinal-Aus von Winstanley steht fest: Der achte Qualiplatz für das World Matchplay geht tatsächlich an Aileen De Graaf. Erste Runde sollte wie folgt lauten:

    1 Beau Greaves gg Aileen De Graaf 8

    4 Lisa Ashton gg Noa-Lynn Van Leuven 5

    3 Mikuru Suzuki gg Rhian O'Sullivan 6

    2 Fallon Sherrock gg Anastasya Dobromyslova 7

    Lisa Ashton könnte noch den Platz mit Suzuki tauschen, sofern sie drei weitere Siege und somit den Turniersieg holt.

  • Tatsächlich holt sich Lisa Ashton den Turniersieg und bringt sich damit auch für die WM-Spots wieder in Position. WMP Draw damit wie folgt:

    1 Beau Greaves gg Aileen De Graaf 8

    4 Mikuru Suzuki gg Noa-Lynn Van Leuven 5

    3 Lisa Ashton gg Rhian O'Sullivan 6

    2 Fallon Sherrock gg Anastasya Dobromyslova 7

  • 1.D1.DLisa Ashton heute mit zwei völlig verdienten Turniersiegen. Alle Achtung und Gratulation:thumbup::thumbup: Sie schlägt zwei mal Greaves und ein mal Fallon. Auch in den anderen Spielen hatte sie zumeist recht starke Gegnerinnen, wo sie auch etliche 80+ Averages brauchte um diese Spielerinnen zu bezwingen. 8) Also eine Auslosung, wo frau eher auf stärkere Gegnerinnen trifft, scheint nicht gerade ein Nachteil zu sein.

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